Mikaela Shiffrin zeigt, wie man Werbung richtig markiert

Der Catherine Hummels Fall, und andere Urteile zeigen wie schwierig sich die Sache mit der Werbekennzeichnung für Influencer gestaltet. Es ist nicht so einfach Business und Pleasure auf einem Account zu trennen. In der Sportwelt gelingt diese Gratwanderung hingegen besser. Wie gut das funktionieren kann, zeigt ein Beispiel im Damen Skisport.

Es geht um die erfolgreichste Skifahrerin im Weltcup. Mikaela Shiffrins Vermögen wird auf 5 Millionen Dollar geschätzt. Da ist noch viel Luft nach oben, denn ihre derzeitigen Werbedeals bringen ihr ca. 3 Millionen pro Jahr ein. So prognostiziert das Forbes Magazine der 22-Jährigen einen Ausbau auf 30 bis 50 Millionen im weiteren Verlauf ihrer Karriere. Bei ihren Sponsoren kann sie vor allem durch ihren erfolgreichen Social Media Auftritt punkten. Ihr Instagram Account zählt über 600 000 Follower.

Mikaelas Instagram mit über 600 000 Abonnenten
Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de

Mikaelas Account ist sehr aktiv. Sie gibt regelmäßig Einblicke in ihre Skifahrer-Dasein. Unter den Beiträgen sind auch Bezahlte Inhalte zu finden. Diese sind eindeutig als „Bezahlte Partneschaft mit…“ markiert. Eine neue Funktion in Instagram um diese Meldung über dem Beitrag aufscheinen zu lassen. So schafft sie es, den Richtlinien entsprechend, bezahlte Posts von privaten Posts sichtbar zu trennen. In den folgenden Beispielen sind jeweils ein bezahlter und ein privater Beitrag gegenübergestellt:

Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de
Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de

 

        vs.

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de
Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de
Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de

 

Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wie beim zweiten Beispiel ersichtlich, kennzeichnet Mikaela ihr bezahlten Beiträge sogar mit #Sponsored oder #Ad.

Die Gegenüberstellung verdeutlicht, wie nahe dran die Sponsoren an ihrem echten Leben sind. Als Sportlerin sind Sponsoren stets ein Teil von ihrem Beruf. So beschreibt es auch sie selbst in einer Antwort an einen Fan:

Screenshot: https://www.instagram.com/mikaelashiffrin/?hl=de

Mikaelas Account zeigt wie gut Influencer und Sponsor zusammen funktionieren können. Ihr Account ist sehr schlüssig. Die gesponserten Posts fügen sich gut in die restlichen Beiträge. Sie wirken dadurch nicht aufgesetzt. Die Skifahrerin punktet mit ansprechendem Inhalt und ihrer ehrlichen Einstellung zu ihren Werbepartnern. Das gefällt natürlich auch den Sponsoren.

„Die Große hat heute Flötenunterricht um 3, der Kleine isst seit gestern Karottenbrei.“ Aha.

Jene Generation, die in den 2010er Jahren zu Welt kommt, ist die erste, die komplett in der Welt des Datenkapitalismus groß wird. Von jedem Kind werden so viele Informationen festgehalten wie nie zuvor. Alexa steht in den Kinderzimmern und via WhatsApp werden an alle Verwandten Fotos und Videos von jedem Meilenstein verschickt. Doch was, wenn die Eltern freiwillig alle Infos und für jeden Zugreifbar veröffentlichen? Und damit auch noch richtig viel Geld verdienen? Was wird später aus Kindern von Influencern?

Jedes heranwachsende Kind kommt früher oder später in ein Alter, in dem alles, aber wirklich alles peinlich ist, was nicht aus dem eigenen, gezielten Willen heraus entsteht. Ich kann mich noch gut an eine Zeit erinnern, als ich es absolut schrecklich fand, gemeinsam mit meiner Familie Videoaufzeichnungen aus den ersten Jahren meines Lebens anzusehen. Dabei spielte es eigentlich keine Rolle, ob ich singend in der Badewanne saß oder trotzig mit dem Gesicht voran im Schnee gelegen bin. Kinder sind, logischer- und glücklicherweise, noch nicht in feste Verhaltensnormen unserer Gesellschaft gewöhnt und verhalten sich demnach, nun ja, wie Kinder eben.

Die Vorstellung, dass mehrere hunderttausend Menschen diese Aufnahmen aus dem Alltag meiner vierköpfigen Familie regelmäßig ansehen, aktiv mitverfolgen und ihre Meinung dazu abgeben erscheint mir als vollkommen absurd. Ich kann es mir ehrlichgesagt nicht einmal vorstellen.

Wenn Mama Influencerin ist

Aber genau das ist momentan ein richtiger Trend auf YouTube und Instagram, Mami und Papi Blogger, Vlogger und weiß der Geier was noch schießen wie Unkraut aus dem Boden. Und haben auch noch richtig Erfolg damit.

Das gesamte, immer üppiger werdende Familienleben kann mit Postings in Form von Fotos und Videos finanziert werden, solange es genug Personen ansehen. Aber wer verfolgt denn so etwas aktiv? Auf den ersten Blick wirken diese Videos komplett belanglos: „Die Große hat heute Flötenunterricht um 3, der Kleine isst seit gestern Karottenbrei.“ Aha.

Anscheinend muss man tiefer in das komplett eigene Universum von Familienbloggern hineintauchen, um den Reiz dahinter zu verstehen.

Das eigene Leben zur Serie machen

Im Prinzip interessieren sich Menschen ja auch für Sitcoms und Serien verschiedenster Familien. „Malcolm Mittendrin“ ist wohl jedem, der in seiner Jugend Pro7 geschaut hat ein Begriff und „Modern Family“

wurde bereits mehrmals mit der Auszeichnung „beste Comedy Serie“ verliehen. Hier verfolgt der Zuschauer im Prinzip auch bloß das Leben einer Familie. Der einzige Unterschied hierbei ist, dass Serien wie diese mit einem Skript versehen sind. Die SchauspielerInnen haben mit den Charakteren nichts zu tun und die Umgebung ist genau durchdacht von BühnenbildnerInnen. Außerdem muss jede Folge eine Pointe enthalten. Einen durchdachten Plot. Damit das Interesse des Zusehers erhalten bleibt. Das normale Leben ist aber nun einmal nicht immer von Dramen und fesselnden Handlungen geprägt -Aaaaber manchmal ist es das bei Familienbloggern doch! Zumindest wird aus allem ein Highlight gemacht. Sehen wir uns also mal so einen Mamakanal auf YouTube an.

So intim wie möglich

Die zweit erfolgreichste Influencerin im Familienbereich ist Isabeau.Sie hat fast 600 000 Abonnenten. Das Video mit dem Titel „Unser drittes Wunder ist da | Spontane Geburt“ hat 1,6Mio Aufrufe. Zum Vergleich: München, die drittgrößte Stadt Deutschlands, hat „nur“ 1,4Mio Einwohner.

Zum Glück sieht man in dem Video nicht direkt die Geburt. Dennoch ist alles drumherum festgehalten. Isabeau leidet den ganzen Tag an Wehen und berichtet von jeder kleinsten Veränderung, die sich im Laufe dieses Tages tut. Sie liegt am Sofa und schaut komplett fertig aus (was ja verständlich ist in diesem Stadium einer Schwangerschaft). Sie kreist stöhnend die Hüfte während im Hintergrund auf einem riesigen Flatscreen eine Kinderserie läuft. Sie legt sich zur Entspannung in die Badewanne. Wieder Hüfte kreisen. Es ist dunkel, sie sind im Krankenhaus. Mehr Hüfte Kreisen, mehr Stöhnen. Eine PDA. Juhu, das Baby ist da.

Ich bin ja generell dafür, dass Situationen enttabuisiert werden. Unsere Gesellschaft ist so festgefahren auf Gewisse Dinge, alles Intime findet hinter geschlossenen Türen statt. Da finde ich es nicht schlecht, wenn auch mal von platzenden Fruchtblasen erzählt wird. Eine Geburt ist nun mal schmerzhaft, da darf es ruhig normal sein, dass gestöhnt wird. Und es ist natürlich auch total schön, wenn ein Kind das Licht der Welt erblickt. Und ich finde es auch großartig, wenn sich Personen, die mit Dingen wie diesen nie in Berührung kommen sich damit auseinandersetzen. Aber, muss hierfür die eigene Geburt herhalten? Ich finde es auch spannend meine Babyfotos und Videos anzusehen, Geschichten meiner Eltern zu hören. Aber würde ich wollen, dass zigtausende Menschen diese Situation kommentieren? Nein. Definitiv nein.

Wenn das gesamte Leben erneut angeschaut werden kann

Es muss doch komplett crazy sein, die eigene Kindheit einmal komplett rekonstruieren zu können.

Die ältesten Videos von Isabeau sind  5 Jahre alt. Zu diesem Zeitpunkt war ihre älteste Tochter Leona 1,5 Jahre alt.  Seitdem wurde so gut wie jede Woche mindestens ein Video hochgeladen. Leona wird genau wissen wann sie im Zoo waren, wann ihr erster, zweiter, dritter Zahn ausgefallen ist, wie ihr erster, zweiter Umzug abgelaufen ist. Was ihre Lieblingsspielzeuge zu welcher Zeit waren, welche Sorte Fruchtzwerge sie nicht mochte. Wann und warum sie mit ihren jüngeren Schwestern gestritten hat. Und und und.

Und mit ihr gemeinsam können dies hunderttausende Menschen. Bzw., das sind bloß die, die es auch wirklich tun. Können tut es jeder. Ihre erste Liebe wird es können. Die doofen Mädchen aus der Parallelklasse werden es können. Ihr empathieloser Mathematiklehrer wird es können. Ihre erste Chefin wird es können.

Auch wenn die Gesichter der Kinder zensiert sind, man kann sie ja trotzdem in jeder Lebenslage beobachten. Und die Entscheidung hierfür liegen nicht einmal in ihrer Hand.

Zu welchem Preis das Ganze?

Kohle. Die Aufzeichnungen dienen überhaupt nicht rein zu Tagebuchähnlichen Zwecken, sondern hauptsächlich, um Geld zu verdienen. Am deutlichsten ist dies auf Instagram zu sehen, ich bin aber überzeugt, dass es in den Videos nicht anders aussieht.

Pi mal Daumen ist jeder zweite Post ist mit #Werbung gekennzeichnet. Fruchtzwerge, Wundschutzcreme, ein Supermarkt, ein Personaltrainer, ein Kinderwagen, ein anderer Kinderwagen, Armbanduhren, Gewürze, Wellnessurlaub, Bauklötze, Umzugsunternehmen, Kinderbetten, Lego, ein Staubsaug/wisch/allinone Dingens, Proteinsmoothies, noch ein Wellnessurlaub. Gefühlt wird alles, was man benötigt, um ein rundum entspanntes Familienleben zu führen gesponsort. Da versteht man den Reiz hinter dem Ganzen schon ein wenig.

In den Instagramstories sieht es nicht anders aus. In den letzten 24h wurden 26 kurze Eindrücke festgehalten. 16 davon sind mit Werbung beschriftet. Ganze 13 für eine Gesichtspflegeserie, von der ich noch nie gehört habe, die stolz mit „viele wollten wissen wie meine abendliche Pflegeroutine aussieht“ angekündigt wird. Rabattcode inklusive. 3 weitere sind für Lidl Deutschland. Der Rest ist „Nudeln kochen“ und „Brettspiel spielen.“ Auch in den Kommentaren sind genervte Aussagen zu finden wie „du postest nur noch Werbung in den Stories.“ Na grandios.

Da kann man natürlich auch nicht so mir nichts dir nichts alles hinschmeißen. Die Marken wollen gesehen werden und die Zuschauer wollen ein spannendes Familienleben sehen. Da werden natürlich die Kinder brav in die Kamera gehalten. Womöglich mehr für die Marken, als für die Zuschauer. Isabeau hat sogar einen eigenen Shop, auf dem jedoch auch nur weitere, diverse Marken verkauft werden. Und Merch. Eventuell ja damit doch noch Kohle fließt, wenn sie alles hinschmeißen möchte.

Ich kann die Faszination hierfür noch immer nicht nachvollziehen. Es finden sich kaum wertvolle Tipps, keine Rezepte, keine DIY o.Ä. Rein der normale Alltag. Wieder und immer wieder.

Die Kids haben sicherlich nichts dagegen, entspannt aufzuwachsen, ohne dass es ihnen an etwas fehlt. Aber ist das schön, wenn die Mama jeden Tag durch einen kleinen schwarzen Kasten mit Personen redet, die nie auftauchen? Kann man in dem Alter schon verstehen, wie das Internet funktioniert? Ich weiß es nicht. Vermutlich werden wir die Konsequenzen, die daraus resultieren erst kennen, wenn es zu spät ist. Immerhin sind sie die erste Generation, die mit Eltern aufwächst, die YouTuber sind.

 

Influencer vs Influenza – beides eine Krankheit?

Sportidol, Nike Master Trainerin, Ikone für ein Healthy Lifestyle und Vorbild auch in menschlicher Hinsicht.

Als Bettina Gozo 2018 eine Organisation gründet, welche Menschen mit körperlichen und physischen Einschränkungen unterstützt, ist sie nicht nur mehr Idol für sportlich begeisterte und Menschen, die ihren Lifestyle nacheifern.

Bettina Gozo hat auf Instagram 25,2 Tausend Follower. Und zwar durch ihre vielfältigen Tätigkeiten bunt durchgemischt. Aber größtenteils beziehen sich ihre Posts auf Sport und Lifestyle und sie postet ziemlich regelmäßig: fast jeden zweiten Tag. Mittlerweile hat sie über Tausende Posts.

Ganz klar: Sie ist eine Influencerin.

Und was genau ist ein Influencer?

Nicht zu verwechseln mit Influenza. Das ist nämlich eine Virusgrippe. Der Begriff Influencer kommt aus dem Englischen und bedeutet, jemanden zu beeinflussen. Für Influencer in sozialen Netzwerken sind besonders Kinder bis junge Erwachsene die häufigste Zielgruppe -werden also beeinflusst, da diese sich vermehrt hier aufhalten. Menschen schauen sich die Fotos und Videos der Influencer an, finden ihre Hashtags cool und hätten am liebsten einen ähnlichen Lifestyle wie sie.
Immer mehr Unternehmen setzten bei der Bewerbung ihrer Produkte auf Influencer und damit auf ihre Follower-Power. Ein Unternehmen, das auf keiner Socialmedia Plattform vertreten ist, funktioniert heute nur selten. Mittlerweile haben schon fast 70% aller Unternehmen weltweit ein Budget für Influencer-Marketing eingeplant.

Auch Bettina Gozo gehört dazu. Ungefähr jeder vierte Post auf ihrem Instagram Profil ist Werbung in Form von bezahlten Posts.

Auf diesem Post zum Beispiel sieht man , dass Bettina Gozo für Biofreeze Werbung macht. Da auf Instagram keine Schleichwerbung erlaubt ist, muss man Product Placements als solche identifizieren können. Bei diesem Post kommt jedoch lediglich nach dem Inhalt das Hashtag #sponsored.

Auch bei dem folgenden Post verstößt Bettina genau genommen gegen das Recht.

Warum? Sie verlinkt Vital Proteins nur- mehr aber nicht.

Auch Nike spielt auf ihrem Profil eine große Rolle.

Fast auf jedem Fitnessfoto oder -Video trägt sie Nikekleidung. Ob es bewusste Werbung ist oder nicht, ist streitbar, obwohl sie in ihrer Profilbiographie  „Kooperation mit Nike“ angegeben hat. Trotzdem müsste sie demnach bei jedem Post Werbung als solche identifizieren. Alles was sie hierfür macht, ist Nike zwischen ihren Inhalten zu erwähnen. Sie verwnendet also keine international anerkannten Branded Content Tools. Richtig wäre es, wenn sie „in Partnerschaft mit“ oder „Werbung“ angeben würde. Und zwar noch vor dem eigentlichen Inhalt.

Aber wahrscheinlich genau aus dem Grund, dass Bettina Gozo die Werbung „versteckt“, macht diese wiederum glaubwürdiger. Es wirkt meiner Meinung nach authentisch, da sie sich als Person nicht in den Hintergrund stellt. Rechtlich gesehen ist es aber trotzdem nicht richtig.

Money, Money, Money…für Influencer

Wer als Influencer von seinen Beiträgen leben möchte, muss früher oder später bezahlte Kooperationen eingehen. So auch Michael Buchinger, ein österreichischer YouTuber, Kabarettist und Autor. Die Frage, welche sich vielleicht manche stellen: „Wofür soll der Werbung (auf Instagram) machen?!“, wird sich in diesem Blogpost klären.

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Influencer und ihre Verbreitung

Influencer ist keine Krankheit sondern ein Cyber-Beruf der in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat. Für viele Leute ist es nicht nachvollziehbar wie Blogger ihr Geld (und zwar richtig viel) verdienen. Der Hauptanteil ihres Geldes machen die Werbungen aus die sie schalten. Influencer sind für  Unternehmen oft sehr interessant da sie eine große Reichweite haben und eine starke Community hinter ihnen steht.

Quelle: Silicon Canals

Ich möchte mich auf einen Influencer konzentrieren und sein Influencer-Marketing etwas ausleuchten. Es handelt sich um ksfreak, Österreichs größter Blogger. Starten wir mit Instagram. Luxusautos, Privatjets, Traumvillen und Oben-ohne-Fotos sind hauptsächlich auf seinem Account zu finden. Werbungen bzw. Werbeanzeigen sind aber selbstverständlich auf zu sehen:

Quelle: Instagram

Klar ersichtlich, ksfreak hat einen Kooperationsvertrag mit Coca Cola und ESN (Sportnahrungshersteller). Die zwei sind seine Hauptpartner, von ihnen postet er am häufigsten Werbung. Doch was wichtig ist, er kennzeichnet die Werbung auch als eine. Sieht man direkt unter seinem Namen stehen „Bezahlte Partnerschaft mit“ So läuft alles gesetzlich korrekt ab und er braucht sich keine Sorgen machen.

Über ein Foto ließe sich jetzt aber dennoch streiten

Quelle: Instagram

Er schreibt zwar in seiner Bildunterschrift nicht über Coca Cola, im Hintergrund lassen sich aber einige Cola Flaschen entdecken. Unterschwellige Werbung? Er hat hier keine bezahlte Partnerschaft angegeben, aber das er Cola damit wieder pushen will ist denke ich jedem klar.

Aber Coca Cola hat sich KsFreak nicht nur wegen seiner großen Community auf Instagram( 1.5 Millionen) und YouTube (2.1Millionen). Sondern wegen seiner Art zu leben, die Villen, die Auto die Abenteuer dadurch wird ein tolles Leben gezeigt und Cola will auch immer ein abenteuerliches Gefühl rüberbringen.

Quelle: CocaCola

Miami, Dubai, Hawaii alles Länder die für Abenteuer und Spaß am Leben stehen.

Eine Rahmenbedingung die Coca Cola wohl an KsFreak stellt ist, dass bei jedem gesponserten Bild auch eine Cola Flasche drauf sein muss. Also irgendwo im Bild muss sich eine Cola Flasche vorhanden sein, ob unterschwellig oder ganz offensichtlich. Dazu schreibt er dann auch immer 1-2 Sätze über ein Angebot oder ein Gewinnspiel von Cola.

Quelle: Instagram

 

KsFreak ist nicht nur Österreichs größter und bekanntester Influencer, er macht noch dazu (fast) alles rechtlich korrekt. Also Chapeau an ihn bzw. an die Leute die seine Social Media Kanäle managen 😉

 

Warum die Facebookseite der Polizei nur positive Vibes hat

Für den einen Freund und Helfer, für den anderen ACAB. Die Polizei übernimmt in jeder Gesellschaft eine große Verantwortung. Sie sorgt für Sicherheit, und greift dazu auch mehr oder weniger in unser Leben ein. Die Arbeit einer Polizistin ist eine tägliche Gratwanderung. Dabei stoßen unweigerlich verschiedene Werte- und Moralvorstellungen aufeinander. Das polarisiert ungemein. Dementsprechend schwer ist es eine solche Institution nach außen hin zu vertreten. Polizeiarbeit betrifft alle, somit ist auch jeder User ein potentieller Follower, aber auch ein potentieller Hater. Polizeiliche Öffentlichkeitsarbeit sollte in erster Linie informierend, aufklärend, und imagefördernd sein.

Wie man es nicht macht

Dass das mit dem imagefördernd oft nicht so leicht ist, zeigen zahlreiche Fälle aus der Praxis. Beispielsweise eine Aktion der New Yorker Polizei, die Userinnen dazu aufforderte, Fotos mit Beamten unter dem Hashtag #myNYPD zu posten. Die Rückmeldungen waren wohl anders als erwartet:

Quelle: https://www.huffingtonpost.com/2014/04/22/mynypd-nypd-twitter_n_5193523.html
Quelle: https://www.huffingtonpost.com/2014/04/22/mynypd-nypd-twitter_n_5193523.html

Ähnlich schlecht funktionierte folgender Post der Neuseeländer Polizei. Seht selbst…

Quelle: https://www.bbc.com/news/blogs-trending-41550066

Man sieht also: Der Ton einer Polizei-Imagekampagne sollte mit viel Bedacht gewählt werden.

So ist es in bei uns

Und bei unserer Polizei? Auch wenn sie in den klassischen Medien öfters in der Kritik steht, schlägt sie sich auf Social Media recht gut.

Jedes Bundesland betreibt seine eigene Facebook Seite. Instagram bespielt die User  Bundesweit. Auf Twitter existieren nur Kanäle für Wien, Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten.

Die Wiener Kanäle haben mit Abstand am meisten Follower. Auf sie werfe ich einen genaueren Blick:

Facebook: @WienerPolizei.at 

Hard Facts:

  • seit: 2010
  • Follower: 60 000
  • Posts am Tag: 1,8
  • Interaktionsrate: 5 %
  • Contentformate:
    • Fotos: 83%
    • Videos: 15%
    • reiner Text: 2%

Der Beiträge teilen sich thematisch in informative, präventive und imagefördernde Inhalte:

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/
Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

Vor allem die imagefördernden Posts, wirken sehr sympathisch. Meistens sind es Videos. In ihnen können Kollegen beweisen, wie gut sie sich kennen:

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

…oder Kinder laden zum Mitraten ein.

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

Interaktion mit den Userinnen

Eines der wichtigsten punkte im modernen Social Media Management ist die Kommunikation mit den Nutzern. In diesem Punkt geben sich die Betreiberinnen der Facebook Seite große Mühe schnell und adäquat zu antworten:

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

Wie bereits erwähnt, stoßen bei der täglichen Polizeiarbeit verschiedene Werte- und Moralvorstellungen aufeinander. Wie anderswo auf Facebook auch, geraten regelmäßig Nutzer zu politischen Themen aneinander. Aufgrund des vergleichsweise milden Tons, liegt die Vermutung nahe, dass die Seitenbetreiber regelmäßig beleidigende Kommentare löschen. Sie bemühen sich auch aktiv solche diskurse aus den Kommentaren zu halten:

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

Selbst bei Detailfragen zu konkreten Verbrechen meldet sich der Admin der Seite zu Wort:

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

Interaktionen mit anderen Organisationen erwecken den Anschein einer transinstitutionellen Community und wirken ebenfalls sehr sympathisch:

Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/
Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/
Quelle: https://www.facebook.com/WienerPolizei.at/

Twitter: @LPD Wien 

Hard facts:

  • Follower: 73 000
  • Seit: 2014
  • Posts am Tag: ca. 5-15
  • Interaktionsrate: ca. 1%

Die Wiener Polizei versteht es Twitter dafür zu nutzten, wofür Twitter da ist – aktuelle Meldungen:

Quelle: https://twitter.com/lpdwien?lang=de

Der Twitter – Dienst der Polizei kann eher als Service – Leistung anstatt als Infotainment gesehen werden. Schnelle Meldungen zu aktuellen Einsätzen, Verkehrsbehinderungen oder gar Warnungen liest man zuerst immer auf Twitter. Der Account richtet sich teilweise auch direkt an Medienvertreter:

Quelle:
https://twitter.com/lpdwien?lang=de

Fazit

Der Social Media auftritt der Wiener Polizei zeigt sich besser als erwartet. Die Beiträge sind stets in einem passenden Ton verfasst, außerdem bespielt die Redaktion Facebook (Info, Image,…) und Twitter (Kurzmeldungen) ihrem Nutzen entsprechend. Am meisten überrascht hat mich jedoch das ausgezeichnete Community Management auf Facebook. Mit angemessener und standhafter Moderation, schaffen es die Admins fast alle Kommentarspalten Hass-Posting-frei zu halten. Angesichts der derzeitigen politischen Stimmung im Land sehr beachtlich.

 

 

 

 

 

Kann man Stars via Social Media direkt erreichen? Social Media Analyse der Arctic Monkeys

Im Mai 2018 hat die britische Indie-Rock Band Arctic Monkeys ein neues Album veröffentlicht. Ohne vorherige Promotion auf Social Media wäre „Tranquility Base Hotel & Casino“ vermutlich für viele Fans überraschend erschienen.

Auf Social Media ist man auf einem Präsentierteller. Komplett freiwillig und die meisten wollen und genießen diese Aufmerksamkeit auch. Während viele Personen Social Media rein zur narzisstischen Selbstdarstellung nutzen, stellen Plattformen wie Instagram und Co für viele KünstlerInnen die beste Möglichkeit dar, um ihre Werke zu präsentieren. Grafische KünstlerInnen können sich so schnell eine riesige Fangemeinde aufbauen, obwohl sie nie ausgestellt haben und niemand ihren Namen kennt.

Auch für MusikerInnen, die ihren Bekanntheitsgrad nicht durch die sozialen Medien erreicht haben, ist mittlerweile ein Kontakt mit den Fans auf diesen Plattformen unvermeidlich. Sogar Paul McCartney, der den Höhepunkt seiner Karriere zu einer ganz anderen Zeit hatte, hat einen offiziellen Instagram Account, ob der nun auch von ihm persönlich geführt wird ist zu bezweifeln. Aber das macht seinen rund 2,2 Mio. Abonnenten überhaupt nichts aus. Es ist nun einmal die einfachste Möglichkeit für sie mit Stars wie ihm in Kontakt zu treten und up to date zu bleiben.

Die Geschichte der Indie-Rock Band Arctic Monkeys beginnt im Jahre 2002, zumindest wenn man diese rein auf Wikipedia betrachtet. Facebook ist noch nicht einmal veröffentlicht, das Internet ist fast nur über Monitore, die doppelt so tief wie breit sind, zugänglich und Musikvideos werden hauptsächlich über

Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Arctic_Monkeys.jpg

Viva und MTV empfangen. Downloads sind, wenn überhaupt, illegal, Platten sind total out und Chartplatzierungen werden ausschließlich über den Verkauf von CD’s festgelegt. Nur ein Jahr, nachdem Alex Turner (Gesang, Gitarre, Keyboard) und Jamie Cook (Gitarre) zu Weihnachten Gitarren geschenkt bekommen hatten gründeten sie die Band mit weiteren Schulkollegen.

 

Bekanntheitsgrad erlangten sie ganz klassisch. Erste Gigs, mehr Aufmerksamkeit. Erste Radioauftritte, noch mehr Aufmerksamkeit. Größere Gigs, viel mehr Aufmerksamkeit als erwartet. Plattenvertrag.

Ihr Debütalbum ist das bestverkaufte Debütalbum im gesamten vereinigten Königreich. 363.735 Tonträger wurden verkauft.

Auf Instagram haben sie mittlerweile 1,1 Mio. Follower, als ich gestern nachgesehen habe waren es noch 1 Mio.

Die Seite schaut sehr ästhetisch aus, ihre Posts bestehen hauptsächlich aus grafisch höchstinteressanten Bildern, die Abbildungen von Postern darstellen, die sie an diesem Abend verkaufen werden. Für jedes Konzert haben sie ein anderes Poster, welches zu erwerben ist, was diese zu einer besonderen Rarität macht. (Auch wenn in den Kommentaren jedoch oft traurige Aussagen zu finden sind, von Fans, die auch gerne das Poster hätten, das in Buenos Aires verkauft wird, die jedoch selbst in Helsinki wohnen.)

Des Weiteren werden die Tour Daten und Infos über kommende Konzerte gepostet. Außerdem Promotion über den Online Shop. Ansonsten nicht sehr viel. Selten finden sich zwischendurch auch Fotografien, die jedoch immer in schwarz-weiß gehalten sind und eine gewisse Seriosität ausstrahlen. Keine Selfies, keine Hundefilter.

Auf Facebook haben sie sogar über 7 Mio. Follower, auf Twitter sind es 1,72.  Es finden sich jedoch überall exakt die gleichen Postings. Genauso ästhetisch, genauso informativ. Aber genau gleich.

Anscheinend ist es für bekannte MusikerInnen einfach wichtig, auf allen Plattformen vertreten zu sein und Bands profitieren nicht zwingendermaßen von dem Aufbau und der Funktionalität einer Website, wie beispielweise Fotografen von Instagram etc.

Recherchiert man nach den Seiteninformationen auf Facebook sieht man sofort, dass insgesamt 54 Personen aus 8 verschiedenen Ländern die Seite verwalten. Und es ist stark zu bezweifeln, dass einer von diesen ein Mitglied der Arctic Monkeys ist.

Diese 54 Personen enttäuschen einen jedoch nicht, die Facebookseite ist sortiert und man findet in Unterkategorien „Tour Dates“, „GIGS“, „Fotos“, „Videos“ und mehr. Das ist unglaublich praktisch und ist somit informationstechnisch beinahe ident mit der Website der Band. Es ist sogar möglich, direkt über Facebook Tickets zu kaufen.

Diese Möglichkeit wird auf Instagram und Twitter nicht geboten, was möglicherweise daran liegt. Die „Gig“ Seite kann auch kommentiert werden und somit wird für die Fans zumindest der Anschein erweckt, man habe die Möglichkeit Einfluss auf die Konzerttermine nehmen. Hier finden sich zu 99% Kommentare wie „Please come to *Heimatstadt des Users einfügen*“.

Auf ihrem YouTube Kanal „Official Arctic Monkeys“, der 3,7 Mio. Abonnenten hat finden sich alle ihre Musikvideos, die im Laufe der Zeit (und des Ruhms klarer Weise) exponentiell besser wurden.

 

Für Bands ist Social Media zur wichtigsten Informationsquelle geworden. Hier haben sie die Möglichkeit, sich nicht nur an Musiknerds zu richten via Musikmagazinen, sondern an alle ihre Fans. Auch wenn die bekanntesten MusikerInnen von dem Treiben auf ihren Seiten dieser Plattformen vermutlich nicht viel mitbekommen.

 

Beitragsbild: Quelle: https://www.flickr.com/photos/philadelphia_live/27141136157

 

Warum Smoothies so witzig sind

Kaum ein Unternehmen lässt sich die Vorteile der verschiedensten Social Media-Kanäle entgehen. Auch der Smoothiehersteller Innocent macht sich die digitale Welt zunutze. Das Unternehmen Innocent Limited mit Hauptsitz in London wurde 1998 gegründet und bewirbt seine gesunden und natürlichen Fruchtsäfte und Smoothies auf Instagram, Facebook und Twitter. Eine Analyse.

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Wenn Öffis Öffentlichkeitsarbeit machen

Dass Öffis einen Haufen Geld in ihre Social Media Präsenz stecken, ist ein Trend, den man irgendwie kaum mitbekommt, wenn niemand es einem sagt…was die Sinnhaftigkeit des Ganzen irgendwie auch fragwürdig macht. Na gut, vielleicht lebe ich auch nur unter einem Stein.

Immerhin folgen unglaubliche 2,4 Millionen Menschen dem Twitteraccount „Transport of London“ und 76.000 der Berliner Verkehrsgesellschaft auf Instagram. Auch wenn ich den Sinn von so großen Investitionen, wenn es keine Konkurrenzunternehmen gibt, noch immer nicht ganz verstehe, sind sowohl die Berliner wie auch die Londoner Profile super gelungen und (ich hätte nie gedacht, dass ich das einmal über Öffis sage) unterhaltsam.

Deswegen hier eine kleine Analyse der beiden Unternehmensauftritte im Vergleich.

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