Second-Hand-Smoking und Cocktails für Kinder

Second-Hand-Smoking und Cocktails für Kinder

Bevor wir hier aber Cocktails mischen und konsumieren (oder dann lieber doch nicht), gibt es ein paar Informationen, die du unbedingt wissen musst:

1,8 Millionen Menschen rauchen in Österreich täglich. Das sind knappe 24,5% der gesamten Bevölkerung und dieser Wert sei „seit den 1980er Jahren ein ziemlich stabiler“.  

Obwohl immer viel gemahnt, verachtet und versucht wird, konnte bis jetzt noch keine einheitliche Ideologie gefunden werden, um Menschen tatsächlich vom Rauchen abzuhalten.. hier ein paar gescheiterte Versuche:

Bild via CrazyD

 

Ideologieversuch I.: Seit Oktober 2003 sind sichtbare Warnhinweise auf Zigarettenpackungen (siehe Bild) Vorschrift. Jedoch zeigt das Bundesministerium für Gesundheit, dass seit dem Jahr nach der Einführung dieser „Jugendliche durchschnittlich immer früher ihre erste Zigarette rauchen“ und „die Gefahren des Probier- bzw. des regelmäßigen sowie des starken Konsums häufiger „hoch“ eingeschätzt“ werden.

Das ist wohl oder übel gescheitert.

Bild via Picture-alliance

Ideologieversuch II.: Seit 2016 sind Schockbilder (siehe Bild) mit „passenden“ Schocksprüchen auf den Packungen Pflicht- welche aber ebenfalls keine drastischen Veränderungen des Raucherverhaltens ausgelöst haben.

Ups.

Also keine Angst, ich werde hier keinen neuen Ideologieversuch starten oder dir vorschreiben, was du tun sollst.

Bild via Quickmeme

In Österreich sterben 15 000 Menschen direkt und ungefähr 1000 Menschen passiv an den Folgen des Rauchens. Durch das Volksbegehren „Don’t smoke“ (Oktober 2018) hat man deutlich gesehen, dass die Bevölkerung nun für ein Rauchverbot in der Gastronomie ist. Ob du rauchst oder nicht, kann jedem nun selbst überlassen sein, solange du es nicht in öffentlichen Räumen tust. Für wirklich wichtig erachte ich deshalb ein Thema, das für uns fast komplett transparent ist, worüber wir wenig Einfluss haben und deshalb nie darüber gesprochen wird: Das Rauchen in unmittelbarer Nähe von Kindern.

In so einem Fall sollte jeder seine Vernunft auspacken, außerhalb der Reichweite von Kindern gehen oder falls dies nicht möglich ist: die Tchick‘ ausmachen.. so könnte man meinen. Aber vernünftig ist leider nicht jeder.

Mangelnde Vernunft führt uns zum Cocktail

„Beim Verbrennen des Schadstoffes entsteht eine Art Giftcocktail“ -so Herr Lads vom Berlin-Brandenburger Landeslabor.

Nein, kein Mmh-Lecker-Voka-Himbeer-Cocktail. Nein, auch kein Whiskey. Eher ein Cocktail aus Schadstoffen und Feinstaub aus vielen kleinen Partikeln. Klingt also eher nach einem trockenen Cocktail den man auch nicht trinkt, sondern einatmet. Und anders als der herkömmliche Cocktail hat auch nicht nur derjenige etwas davon, der ihn trinkt, sondern auch seine unmittelbare Umgebung.

Bild via MemeCenter

Second-Hand-Smoke

Sogar die nicht unmittelbar eingerauchten  Substanzen kommen in den Großraum der Lunge und in weiterer Folge auch in die kleinsten Verästelungen und in die Lungenbläschen, wo der giftige Feinstoff krebserregend wirkt und gerade für Kinder sehr gefährlich ist.

Je jünger das Kind -und von dem her je weniger ausgebildet das Immunsystem, desto gefährlicher. Obwohl vielen klar ist, dass man vor Kindern nicht rauchen sollte, sind wenigen die fatalen Folgen bekannt. Schon ein paar Mal Rauchen in Gegenwart von Kindern, besonders in geschlossenen Räumen kann nämlich schon negative Auswirkungen auf diese haben. Das beweist uns ein Experiment im folgenden Video.

Also nochmal kurz zusammengefasst: Wenn man durch rauchen Kinder und Babys Schadstoffbelastungen aussetzt, kann dies zu einer Schwächung des Immunsystems und folgenden Erkrankungen führen:

Bronchitis, Lungenentzündungen, Asthma, weitere Atemwegserkrankungen, Allergien, Mittelohrentzündungen, größeres Diabetesrisiko und sogar eine erhöhte Säuglingssterblichkeit… genauere Details erspare ich euch (und mir).

Bild via ImgFlip

Genauso banal wie die Erkenntnis, dass flüssiger Cocktail nicht mit Säuglingen und Kindern geteilt werden darf, sollte uns bewusst sein, dass trockener Cocktail ebenfalls unter keinen Umständen und Ausnahmen mit diesen geteilt werden darf. Also auch nicht passiv.

Und nochmal im Kontext ohne den Cocktails: Rauchen wir wo auch immer belieb, unseren Mitmenschen zuliebe aber nicht in der Gegenwart von Kindern!

Das öffentliche Verkehrsnetz für Raucher

Früher durfte man es überall – auf Bahnhöfen, in Zügen und sogar in Flugzeugen war das Rauchen mal erlaubt. Doch wie genau sieht es heute in Österreichs öffentlichem Verkehrsnetz aus? Kürzlich wurde das don’t smoke Volksbegehren von 881.692 Menschen unterschrieben. Anlass genug um die letzten Fragen von Österreichs Rauchern (und Nichtrauchern) zu klären.

Das öffentliche Verkehrsnetz für Raucher weiterlesen

Wir sind nicht alleine

Deutlich knapp verpassen wir eine Volksabstimmung über das Rauchverbot. Knapp 19 000 Leute fehlten beim Volksbegehren, um die magische Marke von 900 000 zu erreichen, die Kanzler Kurz und Vize Strache vorgegeben hatten. Kein Problem, in Österreich sterben „nur“knapp 14 000 Menschen direkt und rund 1000 passiv an den Folgen des Rauchens, aber Hauptsache Allesio gehts gut!

Doch man darf nicht denken, dass wir das einzige Land wären in der es kein Rauchverbot in der Gastronomie gibt. Es gibt einige mehr von unserer Sorte. Sogar solche die diesen unnötigen Kauderwelsch mit                                     „Raucher“  und „nicht Raucher“ praktizieren.

Hier sieht man einen EU-Weiten Vergleich der Länder und deren Handhabung bezüglich des Rauchverbots in der Gastronomie:

 Quelle: APA

Während Länder wie Frankreich, Spanien, das komplette Baltikum, Großbritannien etc. es geschafft haben das komplette Rauchverbot durchzusetzen, gibt es einige Nachzügler. Deutschland Rumänien und die Niederlande sind Schlusslicht, bei ihnen gibt es sogar noch Ausnahmefälle, also Lokalitäten in denen man überall rauchen darf. Mit dem „Kauderwelsch“ Rauchverbot aber Raucherräume erlaubt stehen wir nicht alleine da, Portugal, Italien, Schwenden,Polen, Belgien und Slowenien handhaben das Rauchverbot exakt so wie wir es tun. Man kann sagen wir schwimmen wir üblich im Strom der Masse mit, kein Fisch kein Fleisch, und brauchen vermutlich noch Jahre um ein komplettes Rauchverbot durchzusetzen.

Quelle: Die Tagespresse

 

Einer unserer Nachbarstaaten bestand so sehr auf die Beibehaltung des Rauchens in Gasthäuser, dass es beinahe zum Bruch der Regierung kam und die EU mit Subventionskürzungen drohte. Es geht um Tschechien. Sogar Präsident Miloš Zeman, ein Kettenraucher, unterschrieb den Antrag für das Rauchverbot 2016. Zynisch sagte er nebenbei: „Rauchen ist das beste Mittel gegen Alzheimer. Man kann daran niemals erkranken weil man vorher stirbt.“(Quelle: Die Welt) Doch die Regierung konnte erst nach einem gutem Jahr, das geprägt war von inneren Querellen und Streitigkeiten, auf einen gemeinsamen Nenner kommen und das komplette Rauchverbot wurde eingeführt.

Quelle: Memegenerator.net

Tschechiens Wirten befürchteten einen wirtschaftlichen Einbruch und Proteste von Rauchern vor ihren Lokalen. Die übliche Panikmache. Doch dazu kam es nicht, die Lokale entschieden sich, sich quasi „umzubauen“. Zu sehen im folgenden Video:

https://www.mdr.de/heute-im-osten/projekte/ostblogger/video-109918.html

Warum wir lernen müssen das beste aus dem Internet herauszufiltern

Und wie wir das auf Partys schaffen können

Ich würde mich eigentlich nicht als „Opfer“ oder „Abhängige“ von Social Media bezeichnen. Es passiert mir durchaus, dass ich ab und zu mehrere Stunden nicht auf mein Smartphone blicke und dann ganz gestresste Nachrichten von Freunden und Familie erblicke. Oder dass in der Uni-Whatsapp Gruppe 10 verschiedene Themen diskutiert wurden in der Zeit.

Jedoch muss ich mich trotzdem ständig irgendwie mit den Endprodukten von digitalen Medien „bestrahlen“. Ich bin diese Art Mensch, die in jedem Moment, in dem die Ohren akustisch keinerlei Informationen ausgesetzt sind Musik an das Trommelfell weiterleitet. Ich habe immer Kopfhörer in meinen Ohren, wenn ich allein unterwegs bin. Wenn ich dann nach Hause komme und die Wohnung leer vorfinde gehe ich mit den Kopfhörern zu meinem Plattenspieler oder zu meinen Boxen und lege sie erst ab, wenn mein ganzes Zimmer mit dem Schall befüllt ist.

Quelle: Pixaby

Gut, ein Plattenspieler ist kein digitales Medium, aber es handelt sich um einen Plattenspieler mit Bluetooth Funktion also ist das wohl eine Art Grauzone. Dadurch, dass ich diesen Plattenspieler besitze ist mir aber auch bewusst, was für eine ungemeine Bereicherung digitale Medien und das Internet sind.  Allein der Fakt, dass ich über Musik Streaming Dienste zu einem verschwindend geringen Betrag sowohl Lady Gaga, Mozart oder Arctic Monkeys hören kann ist einfach unfassbar genial. Auf Homepartys kann ich DJane spielen und allen wünschen gerecht werden und muss im Prinzip nur mein Smartphone mitnehmen. Vor ein paar Jahren noch habe ich dafür einen Koffer voller Vinylplatten benötigt oder zumindest ein Rucksack voll mit CDs.

Ich kann praktisch keiner Tätigkeit mehr nachgehen ohne die passende Hintergrundmusik. Wenn ich dann mal wirklich lernen muss und mich zu keinem meiner Lieblingssongs konzentrieren kann hör ich eben klassische Musik und dann geht auch das Lernen viel einfacher.

Wenn keine Musik bei mir zu Hause läuft dann diverseste Videos, Podcasts oder Radiosendungen. Ich koche nie ohne, dass irgendeine Stimme mir entweder erzählt, was am heutigen Tag auf der Welt passiert ist oder mich mit sonstigen thematisch variierbaren Fakten beschallt. Sport fällt mir um ein Vielfaches leichter, wenn sich in meinen Ohren jemand über Trump aufregt oder meine Schritte zum Takt passen.

Dennoch bin ich überzeugt, dass auch ich noch lernen muss mit der riesigen Masse an digitaler Information, die uns zur Verfügung steht, umzugehen. Ich höre oder sehe mir dennoch immer oft das gleiche an. Das ist das hinterlistige an diesem Internet. Dass es so viel zu sehen und zu hören bietet, dass wir damit maßlos überfordert sind. Ich denke, das wird sich im Laufe der Menschheitsgeschichte auf jeden Fall einpendeln. Ein guter Schritt hierfür ist bestimmt der Austausch und auch wenn die wenigsten noch auf Partys gehen auf denen sie Schallplatten austauschen um Geld zu sparen, könnten wie neue Partys „gründen“, auf denen wir uns über die besten Bands, Filme, Podcasts austauschen die das Internet zu bieten hat. Um anschließend Zeit zu sparen und diese sinnvoll nutzen.

Wieviel ist viel?

und wieviel ist zuviel?

Angesichts der Zeit, die ich mit dem Konsum von Medien verbringe, lohnt es sich doch einen genaueren Blick auf mein digitales Nutzungsverhalten zu werfen: Ich bewege mich fast ausschließlich im Internet. Selbst für die TV Inhalte, die ich sehe, besuche ich die TV-Thek. Zu unflexibel sind mir die starren Vorgaben eines Fernsehprogramms. Das einzige Radio, zu dem ich Zugang hätte –das Autoradio – bleibt ebenfalls unbenutzt. Beim Fahren sind es wohl eher Spotify und Podcasts. Print?  Ernsthaft? Während du argwöhnisch 17 Doppelbögen zu falten versuchst, habe ich online bereits die Meldungen durch, drei Artikel aus drei Tageszeitungen gelesen, und diskutiere mit meinen Freunden das aktuellste Thema auf Whatsapp. Man sieht also: Ich bin wahrlich ein Kind des Internets. Gefühlt bin Ich jede freie Minute dort. Wieviele Minuten es wirklich sind? Keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass es viele sind. Suchtexperten würden hier schon Alarm schlagen. „Man soll stets aus Gläsern trinken um seinen Konsum quantifizieren zu können“, hieß es schon während der Suchtprävention in der Schule. Viel ist alles andere als quantitativ, also gehören schleunigst zahlen her.

Durch eine Phone Usage Tracker App mache ich meine Nutzung messbar

Nach einer kurzen Suche stoße ich auf Social Fever. Rückblickend hätte ich meine Tracker App sorgfältiger aussuchen sollen. Social Fever zeichnet nur für eine Woche auf. Die Gesamte Screentime oder die Anzahl der Unlocks werden gar nur einen Tag gespeichert. Natürlich merke ich das erst als es zu spät ist. So bleibt mir schlussendlich die Nutzungsdauer fünf verschiedener Apps (Facebook, Instagram, Whatsapp, Snapchat und Youtube) der letzten Woche:

Täglicher Gebrauch der 5 genannten Apps in Minuten Freitag zähle ich als Ausreißer 😉

Zu Beginn sei gesagt, dass ich freitags krank im Bett lag, was diesen Ausreißer erklären sollte. (Ob 350 Minuten Youtube positiv zu meiner Genesung beitrugen, sei dahingestellt.) Im Schnitt wären das (ohne Ausreißer) 258 Minuten oder 4 Stunden und 18 Minuten. Wenn man davon ausgeht, dass ich 16 Stunden wach bin, wäre das ein Viertel meiner Zeit. Ganz schön beachtlich. Ist das normal, oder habe ich nun ein Problem? Ich frage altbewährten Onkel Google um Rat.

Ich bin scheinbar nicht der einzige, der sich das fragt

Laut Mobile Communications Report 2017 von Mindtake nutzt die durchschnittliche ÖsterreicherIn ihr Handy 3,3 Stunden am Tag. Eigentlich auch recht viel. Dass ich selbst über dem durchschnitt liege, davon bin ich ausgegangen. Immerhin besuche ich ein mediales Studium, demgemäß liegt auch ein großer Teil meiner Interessen in dieser Welt.

Offensichtlich ist mein Social Media Konsum schön ausgewogen

In der Aufteilung halten sich meine vier meistgenutzten Apps die Waage – recht erstaunlich. Snapchat verwende ich kaum noch. Durch die Story-Funktion hat Instagram Snapchat ziemlich den Wind aus den Segeln genommen. Dass Whatsapp mit den anderen Größen gleich auf ist, wundert mich ein wenig. Whatsapp nutze ich im Grunde nur aktiv, während ich Youtube, Facebook und Instagram eher passiv nutze.

Fazit. Ja, ich bin viel am Handy. Wenigstens kann ich jetzt sagen wieviel. Und ich denke, angesichts meiner Medienkompetenz, meinen Interessen und Vorlieben, lassen sich diese vier Stunden schon vertreten. Das Wichtigste ist, sich seiner Nutzung bewusst zu sein, um eine reflektierte Einstellung zu seinem Konsum zu haben. Ein App Tracker kann einem jedenfalls helfen. Ich werde auch weiterhin einen benützen.

Digitale Diät?! Nutzungsverhalten auf Prüfstand

Seit dem neuen iPhone Update (iOS 12.0.1) kann man bei Einstellungen unter „Screen Time“ sein individuelles, digitales Nutzungsverhalten am Handy haarscharf nachvollziehen und unter die Lupe nehmen.

Bild via Unsplash

Man kann sehen, welche Netzwerke und Apps man wie lange und zu welchen Uhrzeiten benutzt, wie oft man einfach nur kurz aufs Handy schaut („Pickups“ genannt) und an welchen Tagen man besonders lange und intensiv online ist. Das Ganze gibt es natürlich auch im Tages- und Monatsüberblick. Seitdem ich mich mit dem Ganzen beschäftige, nehme ich mein digitales Nutzungsverhalten anders und selbstverständlicher Weise auch bewusster wahr.

Thank you Apple!

Bild via Pixabay

Nutzungsverhalten auf Prüfstand

Ö1 Morgenjournal: 

Das Erste, was ich laut Screen Time mache, nachdem ich meinen Wecker ausschalte: Ich höre mir das Morgenjournal an. So habe ich einen groben Überblick über die wichtigsten, aktuellen Ereignisse in kurzen 20 Minuten zusammengefasst- Aber reicht das?

Weiter geht’s mit Twitter:

Ich nutze Twitter nur inaktiv, also ohne selbst was zu posten und schaue lediglich, was für Neuigkeiten es von Politikern etc. gibt: Ebenfalls durchschnittlich 20 Minuten pro Tag.

Beiträge auf Standard.at: 15 Minuten

Damit ist aber noch immer nicht genug, denn heutzutage will und muss man immer auf dem neuesten Stand der Dinge sein- nicht nur in der Welt der Politik und der öffentlichen Nachrichten- sondern auch was seine Nächsten betrifft:

WhatsApp:

Was wurde Neues in diversen Gruppen diskutiert? Alleine hier knappe 50 neue Nachrichten seitdem ich das letzte Mal kurz vor dem Eingeschlafen auf meinem Handy war. 6 weitere Nachrichten von Privatchats.Whatsapp begleitet mich den ganzen Tag über, denn Nachrichten bekommt man ja fast ununterbrochen: durchschnittlich 45 per Stunde, laut Screen-Time. Alles lesen, antworten – done. 40 Minuten 

Instagram:

Hier und da ein paar neue Stories checken, jemanden in lustigen Memes markieren, ab und zu etwas posten: 12 Minuten

Facebook:

Hier lediglich meine Benachrichtigungen checken: 5 Minuten

Mails:

Die werden schnell aktualisiert- durchschnittlich 5 mal pro Tag: 3 Minuten

Google Kalender:

Ohne dem könnte ich nicht. Auch wenn ich ihn durchschnittlich nur 6 Minuten pro Tag benutze, öffne ich ihn gefühlte 100 mal.

Spotify:

Am Weg von A nach B fehlt Spotify fast nie. Mit rund 30 eigenen zusammengestellten Playlists würde ich mich selbst fast schon als „Spotify-Freak“ bezeichnen. Da ich diese App jedoch off-screen benutze, wird es bei Screen Time nicht miteinberechnet.

Pick ups:

Ganze 140 Mal schaue ich durchschnittlich pro Tag auf mein Handy- unabhängig davon, wie lange.

Bild via Pixabay

It is a shame

Mittlerweile bei durchschnittlichen 121 Minuten täglicher, digitaler Nutzung, hat das Ganze bevor ich „Screen Time“ benutzt habe noch etwas anders ausgesehen. Manchmal waren es da nicht „nur“ zwei sondern ganze vier Stunden pro Tag. Um die Hälfte habe ich es also reduziert- thumbs up!

Bild via Unsplash

Aber wie?!

Ich schaue seit dem Beobachten von Screen Time nur noch aufs Handy, wenn ich auch einen Grund dazu habe. Also wenn ich weiß, weshalb ich online gehe. Einfach aus langer Weile mache ich das seit jeher nicht mehr.

Thats it! Ganze zwei Stunden habe ich davor also unproduktiv am Handy verbracht.

Sei auch du kein Sklave deines Handys

Während dem Zähneputzen, am Klo- fast überall ist das Handy dabei. Den Konsum auf das Minimum zu reduzieren und zwar um relevante Dinge zu machen, wäre für viele Menschen eine Erreicherung in ihrem Alltag. Die Frage ist, was denn relevant ist ? Für mich bedeutet es, den Newsfeed checken zu können, wann immer ich Zeit habe. Leute zu kontaktieren und kontaktiert zu werden und ganz wichtig: Musik zu hören, Bilder zu machen und immer und überall Zugriff auf meinen Kalender und somit auf meine Termine zu haben.

Eine digitale Diät wäre für den ein oder anderen also bestimmt sehr wertvoll!

Bild via makeameme.org

Praktisch 24 Stunden online

Es ist nahezu unmöglich nicht 24 Stunden online zu sein. Geht zumindest mir so. Auch wenn ich nicht auf mein Handy schauen möchte mach ich es doch, weil ich muss. Ob es der Raumplan oder Infomails für die Fh sind oder der per Mail gesendete Dienstplan aus der Arbeit. Ich bin durchgehend online.

Freitagmorgen, 08:00 Uhr, mein Handywecker klingelt. Snooze drücke ich. Gefühlt zehn Mal. Bis ich wirklich aufstehe. Dann erstmal zehn Minuten im Handy versinken. Insta- und Snapchat-Stories checken. Von OO:OO bis 08:00 Uhr ist es ja durchaus möglich, dass etwas cooles passiert ist, nicht?

Um 08:30 Uhr Zähne putzen, Haare stylen – dabei YouTube volle Pulle aufgedreht. Lieblingsplaylist rein und der Morgen startet schon mal gut. Aber auch da schau ich alle drei Minuten hinein um die „nützlichen“ Werbungen zu überspringen

Punkt neun: raus aus dem Haus. Am Weg zum Bus, knapp fünf Minuten, wieder Insta- und Snapchat-Stories. Natürlich nichts neues. Was soll auch um 9:00 Uhr morgens aufregendes passieren?

Beim Bus angelangt. WhatsApp Chats und Status checken bis der Bus kommt. Im Bus wird erstmal Facebook durchforstet. Neusten Meldungen meiner gelikten Seiten. Fast nur Sport. Eigentlich nur Sport. Und ein bisschen Politik.

09:19 Uhr Bahnhof. 15 Minuten U-Bahnfahrt. Und wieder das ganze von neu, Insta, Snapchat, WhatsApp, Facebook. ABER jetzt checke ich auch schon meine Mails. Die privaten, aber auch die Outlook Mails, bei der sowohl die der FH, als auch die meiner Arbeit sind. Mein Tag ist erst knapp einenthalb Stunden alt und ich habe bereits sieben Mails von meiner Arbeit. Diese können aber sehr wichtig für mich sein also MUSS ich fast stündlich meine Mails checken.

Endlich in der FH angekommen. Ist noch keiner da. Handy raus und auf WhatsApp eine Rundfrage: „Wo seid ihr?“ Bis mir jemand zurückschreibt. Wieder das Übliche. Insta, Snapchat, WhatsApp, Facebook. Erst als ich das erste bekannte Gesicht sehe verschwindet mein Handy in der Hosentasche.

Während der Schulzeit verschwindet mein Handy natürlich komplett im Rucksack ;)))

12:00 Uhr – wir arbeiten wieder alle gemeinsam am PC. Also bin ich wieder online, auch wenn wir eigentlich nichts mit Social Media machen sondern auf Word schreiben. Aber WhatsApp-Web und meine Mails schicken mir Benachrichtigungen sobald ich eine Nachricht bekomme und damit bin ich eigentlich wieder online.

In den nächsten drei Lehreinheiten versuch ich mein Handy samt Laptop komplett weg zu lassen, aber mein Gehirn lässt es nicht zu. Ich muss das Handy griffbereit haben, was ist wenn mir jemand schreibt? Wenn es wichtig ist? Vielleicht die Arbeit? Vielleicht ist jemand gestorben? Länger als 20 Minuten halte ich es kaum aus nicht auf mein Handy zu schauen, traurig aber wahr.

17:00 Uhr – die FH ist zu Ende. Handy raus und meinen Eltern und meiner Freundin schreiben. Dazu noch eine Insta-Story mit dem Schriftzug „Endlich aus“ und einem Foto des Klassenraums.

Nach 15 minütiger U-Bahnfahrt, am Floridsdorfer Bahnhof angekommen steck ich mein Handy wirklich weg. Ich merke wie sehr mir eigentlich Kopf und Augen schmerzen, durch das ständige Handy checken. Es reicht! Genug vom digitalen Leben heute.

Bis zum Schlafen gehen lass ich mein Handy in Ruhe, stell mir nur noch den Wecker, und lege mich schlafen. Das mache ich aber gefühlt noch vier Mal, da ich mir nie sicher bin ob ich mir wirklich einen Wecker gestellt habe. Mein Handy bleibt aber trotzdem auf „laut“, es könnte ja jemand noch etwas von mir brauchen…