Influencer vs Influenza – beides eine Krankheit?

Sportidol, Nike Master Trainerin, Ikone für ein Healthy Lifestyle und Vorbild auch in menschlicher Hinsicht.

Als Bettina Gozo 2018 eine Organisation gründet, welche Menschen mit körperlichen und physischen Einschränkungen unterstützt, ist sie nicht nur mehr Idol für sportlich begeisterte und Menschen, die ihren Lifestyle nacheifern.

Bettina Gozo hat auf Instagram 25,2 Tausend Follower. Und zwar durch ihre vielfältigen Tätigkeiten bunt durchgemischt. Aber größtenteils beziehen sich ihre Posts auf Sport und Lifestyle und sie postet ziemlich regelmäßig: fast jeden zweiten Tag. Mittlerweile hat sie über Tausende Posts.

Ganz klar: Sie ist eine Influencerin.

Und was genau ist ein Influencer?

Nicht zu verwechseln mit Influenza. Das ist nämlich eine Virusgrippe. Der Begriff Influencer kommt aus dem Englischen und bedeutet, jemanden zu beeinflussen. Für Influencer in sozialen Netzwerken sind besonders Kinder bis junge Erwachsene die häufigste Zielgruppe -werden also beeinflusst, da diese sich vermehrt hier aufhalten. Menschen schauen sich die Fotos und Videos der Influencer an, finden ihre Hashtags cool und hätten am liebsten einen ähnlichen Lifestyle wie sie.
Immer mehr Unternehmen setzten bei der Bewerbung ihrer Produkte auf Influencer und damit auf ihre Follower-Power. Ein Unternehmen, das auf keiner Socialmedia Plattform vertreten ist, funktioniert heute nur selten. Mittlerweile haben schon fast 70% aller Unternehmen weltweit ein Budget für Influencer-Marketing eingeplant.

Auch Bettina Gozo gehört dazu. Ungefähr jeder vierte Post auf ihrem Instagram Profil ist Werbung in Form von bezahlten Posts.

Auf diesem Post zum Beispiel sieht man , dass Bettina Gozo für Biofreeze Werbung macht. Da auf Instagram keine Schleichwerbung erlaubt ist, muss man Product Placements als solche identifizieren können. Bei diesem Post kommt jedoch lediglich nach dem Inhalt das Hashtag #sponsored.

Auch bei dem folgenden Post verstößt Bettina genau genommen gegen das Recht.

Warum? Sie verlinkt Vital Proteins nur- mehr aber nicht.

Auch Nike spielt auf ihrem Profil eine große Rolle.

Fast auf jedem Fitnessfoto oder -Video trägt sie Nikekleidung. Ob es bewusste Werbung ist oder nicht, ist streitbar, obwohl sie in ihrer Profilbiographie  „Kooperation mit Nike“ angegeben hat. Trotzdem müsste sie demnach bei jedem Post Werbung als solche identifizieren. Alles was sie hierfür macht, ist Nike zwischen ihren Inhalten zu erwähnen. Sie verwnendet also keine international anerkannten Branded Content Tools. Richtig wäre es, wenn sie „in Partnerschaft mit“ oder „Werbung“ angeben würde. Und zwar noch vor dem eigentlichen Inhalt.

Aber wahrscheinlich genau aus dem Grund, dass Bettina Gozo die Werbung „versteckt“, macht diese wiederum glaubwürdiger. Es wirkt meiner Meinung nach authentisch, da sie sich als Person nicht in den Hintergrund stellt. Rechtlich gesehen ist es aber trotzdem nicht richtig.