Influencer und ihre Verbreitung

Influencer ist keine Krankheit sondern ein Cyber-Beruf der in den letzten Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat. Für viele Leute ist es nicht nachvollziehbar wie Blogger ihr Geld (und zwar richtig viel) verdienen. Der Hauptanteil ihres Geldes machen die Werbungen aus die sie schalten. Influencer sind für  Unternehmen oft sehr interessant da sie eine große Reichweite haben und eine starke Community hinter ihnen steht.

Quelle: Silicon Canals

Ich möchte mich auf einen Influencer konzentrieren und sein Influencer-Marketing etwas ausleuchten. Es handelt sich um ksfreak, Österreichs größter Blogger. Starten wir mit Instagram. Luxusautos, Privatjets, Traumvillen und Oben-ohne-Fotos sind hauptsächlich auf seinem Account zu finden. Werbungen bzw. Werbeanzeigen sind aber selbstverständlich auf zu sehen:

Quelle: Instagram

Klar ersichtlich, ksfreak hat einen Kooperationsvertrag mit Coca Cola und ESN (Sportnahrungshersteller). Die zwei sind seine Hauptpartner, von ihnen postet er am häufigsten Werbung. Doch was wichtig ist, er kennzeichnet die Werbung auch als eine. Sieht man direkt unter seinem Namen stehen „Bezahlte Partnerschaft mit“ So läuft alles gesetzlich korrekt ab und er braucht sich keine Sorgen machen.

Über ein Foto ließe sich jetzt aber dennoch streiten

Quelle: Instagram

Er schreibt zwar in seiner Bildunterschrift nicht über Coca Cola, im Hintergrund lassen sich aber einige Cola Flaschen entdecken. Unterschwellige Werbung? Er hat hier keine bezahlte Partnerschaft angegeben, aber das er Cola damit wieder pushen will ist denke ich jedem klar.

Aber Coca Cola hat sich KsFreak nicht nur wegen seiner großen Community auf Instagram( 1.5 Millionen) und YouTube (2.1Millionen). Sondern wegen seiner Art zu leben, die Villen, die Auto die Abenteuer dadurch wird ein tolles Leben gezeigt und Cola will auch immer ein abenteuerliches Gefühl rüberbringen.

Quelle: CocaCola

Miami, Dubai, Hawaii alles Länder die für Abenteuer und Spaß am Leben stehen.

Eine Rahmenbedingung die Coca Cola wohl an KsFreak stellt ist, dass bei jedem gesponserten Bild auch eine Cola Flasche drauf sein muss. Also irgendwo im Bild muss sich eine Cola Flasche vorhanden sein, ob unterschwellig oder ganz offensichtlich. Dazu schreibt er dann auch immer 1-2 Sätze über ein Angebot oder ein Gewinnspiel von Cola.

Quelle: Instagram

 

KsFreak ist nicht nur Österreichs größter und bekanntester Influencer, er macht noch dazu (fast) alles rechtlich korrekt. Also Chapeau an ihn bzw. an die Leute die seine Social Media Kanäle managen 😉

 

Subway, fahren oder essen?

Nein über die U-Bahn werde ich nicht schreiben. Sondern über die Social Media Nutzung der Fast-F/Good-Kette Subway die mittlerweile über 100 Ländern weltweit ansässig ist. Subway gibt es tatsächlich schon seit 1965, in Europa kennt man es jedoch noch nicht so lange. Aber haben Fast Food Ketten überhaupt eine (gute) digitale Kommunikation und wer sind die größten Konkurrenten?

Twitter:

Da Twitter in den USA weit verbreitet ist und Subway in den USA auch sehr bekannt ist verwundert es auch nicht, dass Subway mit seinen Konkurrenten, wie McDonalds oder Burger King um die Twitter Krone kämpft. In Europa ist weder jedoch Subway noch Twitter in allerlei Munde.

 Quelle:Twitter

Quelle: Twitter

Quelle: Twitter

McDonalds führt die List zwar deutlich an, allerdings ist Subway vor Burger King. Ich wage zu behaupten, dass mehr Österreicher Burger King als Subway kennen. Aber das kann sich noch ändern.

Instagram:

Auch hier ist Subway bestens vertreten und versäumt nichts. Man postet regelmäßig Insta-Stories und hat manche davon auch unter den Highlights gespeichert. Gepostet wird auch regelmäßig, in einem ungefähren Abstand von 2-3 Tagen. Sie posten zwar hauptsächlich über ihre Produkte: Quelle: Instagram

Aber auch über aktuelle Themen:

Quelle: Instagram

An sich eine bildlich toll gestaltete Instagram-Seite, allerdings vermisse ich solche Rubriken wie: „Woher kommen die Zutaten“ usw. Wenn man schon das Image des „guten“ Fast Foods inne hat. Die könnte man ganz leicht bei den Story Highlights unterbringen und damit Glaubhaftigkeit rüberbringen.

Facebook:

Mit knapp 25 Millionen Likes auf ihre Website, stinkt Subway im Vergleich zu McDonalds (knapp 80 Millionen) zwar etwas ab, der Content der geliefert wird ist jedoch richtig gut. Man ist sehr breit gefächert, es wird über die Mitarbeiter gepostet, die Designer der Sandwiche, über Wohltätigkeitszwecke also praktisch alles, und, sie haben Humor.

            Quelle: Facebook          Quelle: Facebook

Gepostet wir auch hier wie auf Instagram ungefähr alle 3 Tage. Interessant ist, dass sie bei gewissen Posts sehr stark auf die User eingehen und auf viele Kommentare antworten. Könnte man ruhig auf alle Posts ausweiten, je mehr Interaktion desto besser. Recht in meiner Annahme gibt mir da auch die Website Likealyzer (ein Social Media Analysetool). Sie schreiben auch, dass es im Vergleich zu Konkurrenten recht wenige Antworten auf Kommentare gibt. Auch die Intervalle der Post könnten verbessert werden, also kürzere Intervalle. Allerdings loben sie auch die inhaltliche Qualität und die Verschiedenheiten des gerosteten. Ganz schlecht wird aber das „uns“ beurteilt, und tatsächlich man findet kaum Kontaktinformationen, Öffnungszeiten von Restaurants etc.

Youtube:

Hier lässt Subway einen sehr großen Marktplatz aus. Man hat knapp 70 000 Abonnenten, jedoch nur 50! Videos hochgestellt in 6 Jahren. Der Inhalt ist sehr wirr gestaltet und man hat definitiv keinen Überblick.

Schade, sonst kann man Subway für ihr Social Media Auftreten nur gratulieren.

 

 

Be aware of Shitstorms

Wissen Sie eigentlich was ein „Collaborative Brand Attack“ ist? Es ist genau das Selbe wie ein Shitstorm, nur verwenden das die Leute aus englischsprachigen Ländern um das Wort „Scheißsturm“ zu umgehen.

Quelle: DEBESTE.de

Jeder der auf sozialen Medien unterwegs ist hat zumindest schon einen Shitstorm mitbekommen, oder vielleicht sogar dazu beigetragen, dass es zu einem kommt. Ein böse gemeinter Kommentar unter einem Bild ist jedoch noch lange kein Shitstorm, erst wenn es zu einem lawinenartigen Auftreten von negativer Kritik und  Beleidigungen kommt kann man von einem Shitstorm sprechen. Denn wenn hin und wieder negative und vor allem sachliche Kritik kommt ist das völlig in Ordnung und lässt das noch lange nicht auf einen Shitstorm hindeuten.

Quelle: Jobanzeigen.de

Den größte Shitstorm den ich bis jetzt miterlebt habe war jener gegen den schwedischen Mode-Konzern H&M.                                                                 Ausgangspunkt für den Tage andauernden Shitstorm war jenes Bild hier:

Quelle: Bz-Berlin

H&M hatte im Onlineversand einen Pullover angeboten auf dem bedruckt stand „Coolest Monkey in the Jungle“. Getragen wurde das von einem Afroamerikanischen Kind. Ich glaube ich muss nicht ins Detail warum es zu diesem Shitstorm kam. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich viele Promis zu diesem skandalösen Bild.

Quelle: Twitter

Quelle: TwitterQuelle: Twitter

Vom Fußballspieler Kevin Prince Boateng, der bis heute in Fußballstadien mit rassistischen Anfeindung zu kämpfen, Charles M.Blow ein CNN-Redakteur bis hin zum Sänger The Weeknd. Alle hatten eine klare Meinung zu diesem Vorfall. H&M entschuldigte sich kurz darauf und nahm das Produkt vom Online Shop hinunter. Die Frage die ich mir jedoch stelle ist: Ist niemand im gesamten Firmenunternehmen aufgefallen, dass hier Rassismus versteckt sein könnte? Die Produkte werden ja nicht von einem Tag auf den Anderen beschlossen. Ich halte es für höchst fragwürdig, dass das wirklich nur ein Versehen war.

Quelle: Pr-Doktor

Aber kann man ein generelles Muster oder Shema für die Entstehung eines Shitstorms feststellen? Björn Ivens, Nadine Kammerlander und Philipp Rauschnabel(oben zu sehen) verfassten darüber eine Studie. Das die Arbeit gefühlt 100 Seiten hat, fasse ich die wichtigsten Punkte zusammen:

  1. Es gibt immer einen Auslöser (mangelhafte(s) Dienstleistung / Produkt
  2. Fehlverhalten oft nur im Auge der Social Media Nutzer
  3. Unternehmen sind sich ihrer Fehler nicht bewusst
  4. Kombination mit schlechter Kommunikation>>>>>>>>SHITSTORM

Es sei imminent wichtig für die Unternehmen sich auf Augenhöhe mit den Nutzern zu duellieren. Ansonsten kann es ganz schnell dazu kommen, dass die vielen „kleinen“ User gegen das „große“ Unternehmen ankämpfen wollen, und diesen Krieg könne die Unternehmen in der Regel nicht gewinnen. Kühlen Kopf bewahren und auf sachlicher Ebene agumentieren, so oder so ähnlich lautet die Devise.

Quelle: Vestimmo

Doch haben diese Shitstorms gar keine Folgen für die Unternehmen? H&M zum Beispiel gibt es noch immer und man hat auch nie von einem finanziellen Einbruch gehört. Shitstorms können aber auf jeden Fall die Firma negativ beeinflussen.

Die Marke hat keine weiße Weste mehr und Kunden entscheiden sich für eine andere Marke. Diese verlorenen Kunden lassen sich jedoch schwer mittels Zahlen zeigen.

Die einst reine Weste wird nie mehr rein, das Internet vergisst nämlich nicht…

                                                                           Quelle: Spreadshirt

Fälle in denen eine Firma aufgrund eines Shitstorms in den Ruin  gestoßen wurde gab es bis jetzt noch nicht. Die Unternehmen wären jedoch gut beraten wenn sie es erst gar nicht zu einem Shitstorm kommen lassen, dann bleibt ihnen nämlich viel Ärger erspart.

 

Wir sind nicht alleine

Deutlich knapp verpassen wir eine Volksabstimmung über das Rauchverbot. Knapp 19 000 Leute fehlten beim Volksbegehren, um die magische Marke von 900 000 zu erreichen, die Kanzler Kurz und Vize Strache vorgegeben hatten. Kein Problem, in Österreich sterben „nur“knapp 14 000 Menschen direkt und rund 1000 passiv an den Folgen des Rauchens, aber Hauptsache Allesio gehts gut!

Doch man darf nicht denken, dass wir das einzige Land wären in der es kein Rauchverbot in der Gastronomie gibt. Es gibt einige mehr von unserer Sorte. Sogar solche die diesen unnötigen Kauderwelsch mit                                     „Raucher“  und „nicht Raucher“ praktizieren.

Hier sieht man einen EU-Weiten Vergleich der Länder und deren Handhabung bezüglich des Rauchverbots in der Gastronomie:

 Quelle: APA

Während Länder wie Frankreich, Spanien, das komplette Baltikum, Großbritannien etc. es geschafft haben das komplette Rauchverbot durchzusetzen, gibt es einige Nachzügler. Deutschland Rumänien und die Niederlande sind Schlusslicht, bei ihnen gibt es sogar noch Ausnahmefälle, also Lokalitäten in denen man überall rauchen darf. Mit dem „Kauderwelsch“ Rauchverbot aber Raucherräume erlaubt stehen wir nicht alleine da, Portugal, Italien, Schwenden,Polen, Belgien und Slowenien handhaben das Rauchverbot exakt so wie wir es tun. Man kann sagen wir schwimmen wir üblich im Strom der Masse mit, kein Fisch kein Fleisch, und brauchen vermutlich noch Jahre um ein komplettes Rauchverbot durchzusetzen.

Quelle: Die Tagespresse

 

Einer unserer Nachbarstaaten bestand so sehr auf die Beibehaltung des Rauchens in Gasthäuser, dass es beinahe zum Bruch der Regierung kam und die EU mit Subventionskürzungen drohte. Es geht um Tschechien. Sogar Präsident Miloš Zeman, ein Kettenraucher, unterschrieb den Antrag für das Rauchverbot 2016. Zynisch sagte er nebenbei: „Rauchen ist das beste Mittel gegen Alzheimer. Man kann daran niemals erkranken weil man vorher stirbt.“(Quelle: Die Welt) Doch die Regierung konnte erst nach einem gutem Jahr, das geprägt war von inneren Querellen und Streitigkeiten, auf einen gemeinsamen Nenner kommen und das komplette Rauchverbot wurde eingeführt.

Quelle: Memegenerator.net

Tschechiens Wirten befürchteten einen wirtschaftlichen Einbruch und Proteste von Rauchern vor ihren Lokalen. Die übliche Panikmache. Doch dazu kam es nicht, die Lokale entschieden sich, sich quasi „umzubauen“. Zu sehen im folgenden Video:

https://www.mdr.de/heute-im-osten/projekte/ostblogger/video-109918.html

Praktisch 24 Stunden online

Es ist nahezu unmöglich nicht 24 Stunden online zu sein. Geht zumindest mir so. Auch wenn ich nicht auf mein Handy schauen möchte mach ich es doch, weil ich muss. Ob es der Raumplan oder Infomails für die Fh sind oder der per Mail gesendete Dienstplan aus der Arbeit. Ich bin durchgehend online.

Freitagmorgen, 08:00 Uhr, mein Handywecker klingelt. Snooze drücke ich. Gefühlt zehn Mal. Bis ich wirklich aufstehe. Dann erstmal zehn Minuten im Handy versinken. Insta- und Snapchat-Stories checken. Von OO:OO bis 08:00 Uhr ist es ja durchaus möglich, dass etwas cooles passiert ist, nicht?

Um 08:30 Uhr Zähne putzen, Haare stylen – dabei YouTube volle Pulle aufgedreht. Lieblingsplaylist rein und der Morgen startet schon mal gut. Aber auch da schau ich alle drei Minuten hinein um die „nützlichen“ Werbungen zu überspringen

Punkt neun: raus aus dem Haus. Am Weg zum Bus, knapp fünf Minuten, wieder Insta- und Snapchat-Stories. Natürlich nichts neues. Was soll auch um 9:00 Uhr morgens aufregendes passieren?

Beim Bus angelangt. WhatsApp Chats und Status checken bis der Bus kommt. Im Bus wird erstmal Facebook durchforstet. Neusten Meldungen meiner gelikten Seiten. Fast nur Sport. Eigentlich nur Sport. Und ein bisschen Politik.

09:19 Uhr Bahnhof. 15 Minuten U-Bahnfahrt. Und wieder das ganze von neu, Insta, Snapchat, WhatsApp, Facebook. ABER jetzt checke ich auch schon meine Mails. Die privaten, aber auch die Outlook Mails, bei der sowohl die der FH, als auch die meiner Arbeit sind. Mein Tag ist erst knapp einenthalb Stunden alt und ich habe bereits sieben Mails von meiner Arbeit. Diese können aber sehr wichtig für mich sein also MUSS ich fast stündlich meine Mails checken.

Endlich in der FH angekommen. Ist noch keiner da. Handy raus und auf WhatsApp eine Rundfrage: „Wo seid ihr?“ Bis mir jemand zurückschreibt. Wieder das Übliche. Insta, Snapchat, WhatsApp, Facebook. Erst als ich das erste bekannte Gesicht sehe verschwindet mein Handy in der Hosentasche.

Während der Schulzeit verschwindet mein Handy natürlich komplett im Rucksack ;)))

12:00 Uhr – wir arbeiten wieder alle gemeinsam am PC. Also bin ich wieder online, auch wenn wir eigentlich nichts mit Social Media machen sondern auf Word schreiben. Aber WhatsApp-Web und meine Mails schicken mir Benachrichtigungen sobald ich eine Nachricht bekomme und damit bin ich eigentlich wieder online.

In den nächsten drei Lehreinheiten versuch ich mein Handy samt Laptop komplett weg zu lassen, aber mein Gehirn lässt es nicht zu. Ich muss das Handy griffbereit haben, was ist wenn mir jemand schreibt? Wenn es wichtig ist? Vielleicht die Arbeit? Vielleicht ist jemand gestorben? Länger als 20 Minuten halte ich es kaum aus nicht auf mein Handy zu schauen, traurig aber wahr.

17:00 Uhr – die FH ist zu Ende. Handy raus und meinen Eltern und meiner Freundin schreiben. Dazu noch eine Insta-Story mit dem Schriftzug „Endlich aus“ und einem Foto des Klassenraums.

Nach 15 minütiger U-Bahnfahrt, am Floridsdorfer Bahnhof angekommen steck ich mein Handy wirklich weg. Ich merke wie sehr mir eigentlich Kopf und Augen schmerzen, durch das ständige Handy checken. Es reicht! Genug vom digitalen Leben heute.

Bis zum Schlafen gehen lass ich mein Handy in Ruhe, stell mir nur noch den Wecker, und lege mich schlafen. Das mache ich aber gefühlt noch vier Mal, da ich mir nie sicher bin ob ich mir wirklich einen Wecker gestellt habe. Mein Handy bleibt aber trotzdem auf „laut“, es könnte ja jemand noch etwas von mir brauchen…