Subway, fahren oder essen?

Nein über die U-Bahn werde ich nicht schreiben. Sondern über die Social Media Nutzung der Fast-F/Good-Kette Subway die mittlerweile über 100 Ländern weltweit ansässig ist. Subway gibt es tatsächlich schon seit 1965, in Europa kennt man es jedoch noch nicht so lange. Aber haben Fast Food Ketten überhaupt eine (gute) digitale Kommunikation und wer sind die größten Konkurrenten?

Twitter:

Da Twitter in den USA weit verbreitet ist und Subway in den USA auch sehr bekannt ist verwundert es auch nicht, dass Subway mit seinen Konkurrenten, wie McDonalds oder Burger King um die Twitter Krone kämpft. In Europa ist weder jedoch Subway noch Twitter in allerlei Munde.

 Quelle:Twitter

Quelle: Twitter

Quelle: Twitter

McDonalds führt die List zwar deutlich an, allerdings ist Subway vor Burger King. Ich wage zu behaupten, dass mehr Österreicher Burger King als Subway kennen. Aber das kann sich noch ändern.

Instagram:

Auch hier ist Subway bestens vertreten und versäumt nichts. Man postet regelmäßig Insta-Stories und hat manche davon auch unter den Highlights gespeichert. Gepostet wird auch regelmäßig, in einem ungefähren Abstand von 2-3 Tagen. Sie posten zwar hauptsächlich über ihre Produkte: Quelle: Instagram

Aber auch über aktuelle Themen:

Quelle: Instagram

An sich eine bildlich toll gestaltete Instagram-Seite, allerdings vermisse ich solche Rubriken wie: „Woher kommen die Zutaten“ usw. Wenn man schon das Image des „guten“ Fast Foods inne hat. Die könnte man ganz leicht bei den Story Highlights unterbringen und damit Glaubhaftigkeit rüberbringen.

Facebook:

Mit knapp 25 Millionen Likes auf ihre Website, stinkt Subway im Vergleich zu McDonalds (knapp 80 Millionen) zwar etwas ab, der Content der geliefert wird ist jedoch richtig gut. Man ist sehr breit gefächert, es wird über die Mitarbeiter gepostet, die Designer der Sandwiche, über Wohltätigkeitszwecke also praktisch alles, und, sie haben Humor.

            Quelle: Facebook          Quelle: Facebook

Gepostet wir auch hier wie auf Instagram ungefähr alle 3 Tage. Interessant ist, dass sie bei gewissen Posts sehr stark auf die User eingehen und auf viele Kommentare antworten. Könnte man ruhig auf alle Posts ausweiten, je mehr Interaktion desto besser. Recht in meiner Annahme gibt mir da auch die Website Likealyzer (ein Social Media Analysetool). Sie schreiben auch, dass es im Vergleich zu Konkurrenten recht wenige Antworten auf Kommentare gibt. Auch die Intervalle der Post könnten verbessert werden, also kürzere Intervalle. Allerdings loben sie auch die inhaltliche Qualität und die Verschiedenheiten des gerosteten. Ganz schlecht wird aber das „uns“ beurteilt, und tatsächlich man findet kaum Kontaktinformationen, Öffnungszeiten von Restaurants etc.

Youtube:

Hier lässt Subway einen sehr großen Marktplatz aus. Man hat knapp 70 000 Abonnenten, jedoch nur 50! Videos hochgestellt in 6 Jahren. Der Inhalt ist sehr wirr gestaltet und man hat definitiv keinen Überblick.

Schade, sonst kann man Subway für ihr Social Media Auftreten nur gratulieren.

 

 

Welcher Tarifanbieter ist der attraktivste? (+ special lifehack)

Grenzenlose Freiheit!

Unter anderem damit wirbt A1 und hat großen Erfolg. Eine Statistik zeigt, dass A1 und T-Mobile die Marktanteil-Spitzenreiter sind. Fast 40 % der Österreicher benutzen A1 und nur knappe 10% weniger benutzen T-Mobile. Die beiden Anbieter kennen durch die zahlreichen TV-Werbungen jeder. Aber heißt das auch, dass diese Anbieter die besten Tarife haben? Und welcher der Beiden ist der beliebtere?

    VS    

 

1. Stop: Instagram

VS

T-Mobile postet auf Instagram viele Videos: Fast mehr als die Hälfte aller Posts. Das lässt die Seite interessanter und lebhafter wirken. Rund 4 1/2 Tausend Follower und durchschnittlich zwischen 50 und 150 Likes auf jedem Post. Durch einige Posts zieht sich die Imagefarbe, was durchaus den Wiedererkennungswert steigert.

Die Posts von A1 sind zu einem Großteil sportbezogen. Auch Gewinnspiele kommen oft vor, wodurch die Zielgruppe zu Aktivität angeregt wird. Durchschnittlich haben sie zwischen 100 und 200 Likes und auch 4 1/2 Tausend Follower. Um genau zu sein: 40 Follower mehr als T-mobile!

Knapp aber doch: der erste Schachzug für die Beliebtheit geht an A1!

Nächster Stopp: Facebook

Hier hat A1 in Österreich auch einen großen Vorsprung gegenüber T-mobile. Fast dreimal so viele Follower!

3. Stopp: Youtube

Auch hier hat A1 eine größere Aktivität, was wiederum für die größere Menge an Abonnenten spricht (genauere Details in der  Statistik ). Es steht also 3:0!

A1 macht einfach gute Werbung! ..Nämlich sehr weit weg vom Produkt.

Hierzu ein Beispiel: Das meist aufgerufene Video bezogen auf A1 hat 50 Mio. Klicks! Es handelt von einem österreichischen Freerider. Fünf Minuten lang macht er Tricks und man sieht ihn durch die Stadt fahren- hat  zunächst nichts mit A1 zu tun. Erst in den allerletzten Sekunden wird A1 als Werbung in einem passenden Zusammenhang platziert. Schau selbst: https://youtu.be/-jDKJT2dDZQ

Aber auch T-Mobile hat mit dieser Strategie sehr viel Erfolg. Man kann somit Emotionen und Nähe zu den Menschen viel einfacher vermitteln als nur mit dem Produkt selbst.

Doch es geht auch anders.

Im Gegensatz zu A1 und T-mobile wirbt beispielsweise Tele.ring sehr provokant mit seinen Produkten. Meiner Meinung nach ab und zu trotzdem sehr gelungen! Für alle, die die Werbung noch nicht kennen- unbedingt anschauen:

Was A1 und T-mobile gemeinsam haben sind gut funktionierende Social Media Kanäle (-auch meiner Statistik zu entnehmen). Andere kleine Anbieter würden bestimmt an Bekanntheit und Beliebtheit dazugewinnen, wenn sie mehr Zeit dafür investierten. Denn an den Tarifen scheitert es nicht. Deshalb auch mein kleiner Life-hack:

Um von den tausenden Tarifen den auf dich am besten zu finden, klicke auf den Link! https://www.tarife.at/telefon-internet/handytarife Hier kannst du deine präferierte monatliche Nutzung eingeben und bekommst aufgelistet nach dem niedrigsten Preis ALLE Angebote. Auch von kleinen Anbietern.

Nicht immer gibt es einen Schuldigen – Die Grausamkeit von Shitstorms

So etwas kann einem auch erst seit wenigen Jahren passieren. Gerade erst auf der Welt und schon gibt gefühlt eine ganze Nation ihren Senf über einen ab. Was früher nur in verschanzten Nazikellern geäußert wurde, wird heutzutage lang und breit im Internet diskutiert. Willkommen im Jahr 2018, willkommen im Populismus, willkommen in einem Shitstorm.

Asel und das Jahr 2018 nach Christus haben eines gemeinsam. Sie sind fast genau gleich alt. Nur 47 Minuten nach Mitternacht erblickt die kleine Asel das Licht der Welt, beziehungsweise vorerst das Licht der Rudolfstiftung.  Sie ist das erste Baby, das im, ebenfalls sehr jungen Jahr, zur Welt kommt und das ist ein Highlight, vor Allem für die eigenen Eltern. Obwohl die Steirerin Julia Marie um 46 Minuten früher dran war, bekam das Foto ihrer, bestimmt sehr glücklichen, Eltern so gut wie niemand zu sehen. Wie Asels Eltern aussehen war jedoch bald auf jedem Titelblatt, denn die Internetuserschafft empörte sich darüber, dass ihre Mutter ein Kopftuch trug.

Quelle: Wikipedia (Creative Commons)

Richtig. Jenes Merkmal, das sie mit jeder Nonne gemeinsam hat sorgte hierbei für Aufruhr. Ich traue mich sogar zu Wetten, dass noch vor hundert Jahren viele Hebammen Kopftücher trugen, genauso wie die Frauen, die entbanden.

 

Aber heutzutage würde keine Frau mehr ein Kopftuch aufsetzen, es sei denn sie macht dies aus Religiöser Motivation. Denn niemand würde gerne fälschlicherweise für eine Muslimin gehalten werden, denn Muslime zählen leider heutzutage in manchen Gesellschaften zu der von Diskriminierung an der stärksten betroffenen Gruppe.

 

Somit ist auch sofort klar, dass Asels Mutter Naime Muslimin ist und darüber empörten sich einige Menschen gewaltig und unter den Kommentaren auf Facebook fanden sich Aussagen wie:

 

„Würg zieht doch erst einmal eure Putzlappen vom Kopf!!! Unhygienisch ☹ Das gehört in Krankenhäuser verboten!!!!!“

„Nächster Terrorist ist geboren“

„Auch 2018 sind Mehmet und Fatma nicht erwünscht. Das ändert nichts an der Jahreszahl.“

 

Dass jedes dieser Kommentare eine zweistellige Anzahl an „Daumen hoch“ erhalten hat unterstreicht die Ernsthaftigkeit, die hinter diesen ekelhaften Behauptungen steckt. (Der Verein Netpeace hat einiges dazu zusammengetragen)

 

Es gibt sogar schon Studien, die das Auftreten von Shitstorms untersucht haben. Hierbei lassen sich folgende Schemas erkennen:

  • Unethisches Verhalten
  • Qualitätsmangel bei Produkten oder im Kundenservice
  • Unprofessionelle Kommunikation
  • Keine schnelle Reaktion

Und wer nun vernünftig kombinieren kann und hoffentlich kein Rassist ist, kann nun schnell feststellen, dass auf Asels Geburtsbericht keiner dieser Punkte zutrifft. Was kann denn ein kleines Baby auch schon an seinem ersten Tag groß falsch machen? Dennoch wurden Onlineartikel über sie von Wut und Frust überrollt und das zeigt ganz deutlich auf, dass der Fehler bei einem Shitstorm nicht immer bei einem Unternehmen oder einer Person liegt, sondern dass ganz oft auch unsere Gesellschaft das Problem ist. Eine Gesellschaft, in der wir uns langsam daran gewöhnen, dass ein Kopftuch ein klares Zeichen für Diskriminierung und in der Islamfeindlichkeit in Facebook Kommentaren im Vergleich zur Freude über die Geburt eines Babys überwiegt.

Und genau dagegen muss etwas getan werden!!

Glücklicherweise nimmt Asels Geschichte ein doch kein allzu trauriges Ende.

Der Caritas-Generalsekretär Klaus Schwertner rief zu einem „Flowerrain“ gegen Hass im Netz und für die Familie des Neujahrbabys auf und rund 33.000 Menschen, darunter Bundespräsident Alexander Van der Bellen hinterließen ihre Glückwünsche.

Außerdem wurde im September diesen Jahres eine 48-Jährige Frau verurteilt, da sie ein rassistisches Kommentar gegen Asels Familie verfasst hatte. Dies ist zwar im Vergleich zu den Hasspostings nicht viel, aber dennoch ein großer Schritt! Denn beim nächsten Neujahrsbaby, werden es sich Rassisten eventuell zwei Mal überlegen.

Shitstorms sind oft eine Frage der richtigen Kommunikation

Seit der Verbreitung von sozialen Medien, hat sich die Form öffentlicher Kritik stark geändert. Während es früher nur traditionellen Medien vorenthalten war, Unternehmen öffentlich zu bemängeln, kann das heutzutage jeder Internetuser. Erhält ein solcher Kritikpunkt unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit, so spricht man bei uns von einem Shitstorm, im angloamerikanischen Raum eher von Firestorm und in der Fachliteratur wird der weniger plakative Begriff Collaborative Brand Attack (CBA) verwendet.

Auslöser:

Jedem Shitstorm liegt ein einzelnes Ereignis zugrunde. Dies könnte ein unmoralisches Verhalten, Misskommunikation oder ein Problem mit dem Produkt des Unternehmens sein. Hinzu kommen einige Faktoren, die einen Shitstorm verstärken können: Antwortet ein Unternehmen nicht angemessen auf Kritik, oder löscht gar kritische Beiträge, könnte das den sog. Robin Hood Effekt auslösen: Zensur und Machtmissbrauch großer Unternehmen, könnte in weiterer Folge User zum Shitstormen animieren, welche vom ursprünglichen Auslöser gar nicht betroffen waren. Ein ähnlicher Effekt kann auftreten, wenn die Kritik auf eine unterhaltsame Weise gestaltet ist (beispielsweise ironisch, humorvoll, …). In ungewöhnlich viralen Fällen schwappt der Shitstorm auch auf klassische Medien über, womit der Shitstorm einen Nachrichtenwert erhält, und auch Aufmerksamkeit außerhalb der sozialen Netzwerke generiert.

Folgen:

Auch wenn es in Shitstorms typischerweise sehr unschön hergeht, legen sie sich relativ rasch wieder. Die konkreten Folgen für das betroffene Unternehmen sind schwer auszumachen. Die Verkaufszahlen dürften jedoch weniger darunter leiden als man annehmen würde. Überdies, kann eine angemessene Reaktion auch imagefördernd sein.

Konkret:

Im Jänner 2016 wurde folgende Anordnung im Mödlinger Stadtbad ausgehängt:

Quelle: https://www.profil.at/oesterreich/stadtbad-moedling-schreiben-des-grauens-6201739

Wie sich später herausstellen sollte, bezog sich dieses Schreiben von Stadtrat Robert Mayer (ÖVP) auf minderjährige Asylsuchende. Die Mitarbeiterinnen hatten Schwierigkeiten gehabt, den jungen Männern die Baderegeln zu erklären. Es ist ohnehin fraglich ob es richtig war Badegäste gleich auszuschließen, anstatt, z.B. mit der Betreuungseinrichtung Kontakt aufzunehmen. Noch unpassender war jedoch die fragwürdige Formulierung. Mit Menschen mit Migrationshintergünden [sic!] schließt Robert Mayer nämlich ein gutes Drittel der Bevölkerung aus seinem Bad aus. In diesem Fall ist der Auslöser einerseits moralisch fragwürdiges Verhalten als auch Misskommunikation. Der Vorfall löste starke Reaktionen in allen sozialen Netzwerken aus.

Quelle: https://www.reddit.com/r/Austria/comments/426mon/stadtbad_m%C3%B6dling_zutritt_f%C3%BCr_menschen_mit/

Robert Mayer bereute seine Handlung in einem Interview im ZIB-Magazin zutiefst, einen solchen Shitstorm wünsche er keinem. Kurz darauf hat die Stadt Mödling ihre Konsequenzen gezogen. Selbstverständlich gilt kein verbot mehr, die Baderegeln wurden zusätzlich in Arabisch und Farsi ausgehängt und es wurde eine engere Zusammenarbeit mit den lokalen Flüchtlingseinrichtungen angekündigt. In diesem Fall haben die Reaktionen, auch auf Social Media, etwas bewirkt. Denn auch wenn Kritik sehr häufig auf unschöne Weise geäußert wird, kann die Masse nirgends so schnell Druck auf Organisationen und Unternehmen ausüben, wie online.

Shitstorm: 6 Tipps, wie du dich dagegen wappnen solltest

Wer sich mit diversen Internetplattformen beschäftigt, kann das ein oder andere Mal einen Shitstorm miterleben oder sogar selbst involviert sein. Aber wie weiß man, ab wann ein Shitstorm als solcher zu bezeichnen ist und was steckt eigentlich hinter dem Ganzen?

Das sind fragen, auf die man eine Antwort haben sollte, um sich gegen einen Shitstorm zu wappnen. Deshalb lautet der erste Tipp:

 1. Sei vorbereitet!

Shitstorms können innerhalb weniger Stunden entstehen. Je schneller deine Reaktion darauf ist, desto mehr Drama kannst du vermeiden. Wenn du gewappnet dafür bist, kannst du auch viel reflektierter und gelassener mit einer solchen Krise umgehen.

Wie genau du idealerweise damit umgehen solltest:

2. Tipp: Halte durch!

Wenn ich an einen bestimmten Shitstorm denke, fällt mir sofort das aktuelle Beispiel von Fabian Eberhard ein.

Für all jene, die den Fall nicht kennen: Fabian Eder hat ein Video über den Aufmarsch in Warschau getweetet, wo Menschen aus Anlasss des hundertjährigen Jubiläums die Unabhängigkeit Polens gefeiert haben. Mit der Videobeschreibung „200.000 Nationalisten und Neo-Nazisz marschieren durch Warschau“ zog er eine Welle des Hasses auf sich. Kreise in Polen, Deutschland und später auch in den USA starteten eine, so wie Fabian Eder es nennt „orchestrierte Kampagne“ gegen ihn. 70.000 Beschimpfungen, Verleumdungen, Morddrohungen alleine auf Twitter waren die Folge.

Er hat dem Shitstorm nicht standhalten können und daraufhin einfach sein Twitter Profil gelöscht- eine Reaktion, die man versuchen sollte, in aller Form zu vermeiden. Denn in den meisten Fällen wird das Ausmaß an Hass-Botschaften dadurch nur noch größer.

 3. Tipp: Nicht unkontrolliert handeln

GIF via Giphy

Umprofessionelle Kommunikation mit der Zielgruppe macht das Ganze noch schlimmer. Du solltest die kritischen oder boshaften Rückmeldungen weder ignorieren, noch ins lächerliche ziehen. Auch Drohungen oder gar das Löschen von Kommentaren lässt das Drama nur noch perfekter erscheinen und drückt unter anderem deine Hilflosigkeit aus.

4. Tipp lautet also: Stehe zu deinem Fehler!

Bild via Tenor

Das Schlimmste was du tun kannst, ist zu versuchen, die Wahrheit zu verdrehen. Sprich ganz offen an, dass du einen Fehler gemacht hast und entschuldige dich gegebenenfalls.

Bild via Tenor

4. Tipp: Vermeide Missverständnisse im Vorhinein

Shitstorms passieren meistens in Zusammenhang von fehlerhaften, meist unmoralischen Übermittlungen in Form von Postings, Werbungen oder  Produktplatzierungen. Oft werden solche aber auch nur missverstanden. Überdenke lieber zwei mal, ob du etwas posten solltest und ob es richtig ausgedrückt ist.

But..

Bild via Iganhacheezburger

..deshalb lautet Tipp 5: Nimm nicht alles so ernst

„Viele können heute einfach nicht mehr mit Anstand debattieren“, so Eberhard selbst. Dass manche Menschen nicht mit Anstand debattieren können, mag stimmen, aber  dieses Phenomän gab es schon immer. Der einzige Unterschied zu früher ist, dass man heutzutage Kritik viel einfacher und unbeschämter (wenn nicht sowieso anonym) im Internet freigeben kann. Die Kunst ist es, nicht gleich alles so persönlich und ernst zu nehmen, denn es wird immer Menschen geben, die dir mit etwas nicht der selben Meinung sind. Und wenn du deine Meinung der Öffentlichkeit preisgeben willst, musst du auch mit gewissen Folgen dieser Art rechnen.

Aber auch nicht jede online geäußerte Entrüstung oder Kritik ist gleich als Shitstorm zu bezeichnen. Auch nicht, wenn viele Nutzer involviert sind. Denn ab und zu ist es schlicht und einfach nur sachliche Kritik.  Shitstorm ist also erst Shitstorm, sobald auch beleidigende Äußerungen (reichend bis zu Morddrohungen) involviert sind.

Dir muss bewusst sein, dass ein Shitstorm natürlich negative Folgen auf den Ruf eines Unternehmens oder einer Person haben kann, aber lagezeitige Folgen gab es bislang noch keine.

Be aware of Shitstorms

Wissen Sie eigentlich was ein „Collaborative Brand Attack“ ist? Es ist genau das Selbe wie ein Shitstorm, nur verwenden das die Leute aus englischsprachigen Ländern um das Wort „Scheißsturm“ zu umgehen.

Quelle: DEBESTE.de

Jeder der auf sozialen Medien unterwegs ist hat zumindest schon einen Shitstorm mitbekommen, oder vielleicht sogar dazu beigetragen, dass es zu einem kommt. Ein böse gemeinter Kommentar unter einem Bild ist jedoch noch lange kein Shitstorm, erst wenn es zu einem lawinenartigen Auftreten von negativer Kritik und  Beleidigungen kommt kann man von einem Shitstorm sprechen. Denn wenn hin und wieder negative und vor allem sachliche Kritik kommt ist das völlig in Ordnung und lässt das noch lange nicht auf einen Shitstorm hindeuten.

Quelle: Jobanzeigen.de

Den größte Shitstorm den ich bis jetzt miterlebt habe war jener gegen den schwedischen Mode-Konzern H&M.                                                                 Ausgangspunkt für den Tage andauernden Shitstorm war jenes Bild hier:

Quelle: Bz-Berlin

H&M hatte im Onlineversand einen Pullover angeboten auf dem bedruckt stand „Coolest Monkey in the Jungle“. Getragen wurde das von einem Afroamerikanischen Kind. Ich glaube ich muss nicht ins Detail warum es zu diesem Shitstorm kam. Innerhalb kürzester Zeit meldeten sich viele Promis zu diesem skandalösen Bild.

Quelle: Twitter

Quelle: TwitterQuelle: Twitter

Vom Fußballspieler Kevin Prince Boateng, der bis heute in Fußballstadien mit rassistischen Anfeindung zu kämpfen, Charles M.Blow ein CNN-Redakteur bis hin zum Sänger The Weeknd. Alle hatten eine klare Meinung zu diesem Vorfall. H&M entschuldigte sich kurz darauf und nahm das Produkt vom Online Shop hinunter. Die Frage die ich mir jedoch stelle ist: Ist niemand im gesamten Firmenunternehmen aufgefallen, dass hier Rassismus versteckt sein könnte? Die Produkte werden ja nicht von einem Tag auf den Anderen beschlossen. Ich halte es für höchst fragwürdig, dass das wirklich nur ein Versehen war.

Quelle: Pr-Doktor

Aber kann man ein generelles Muster oder Shema für die Entstehung eines Shitstorms feststellen? Björn Ivens, Nadine Kammerlander und Philipp Rauschnabel(oben zu sehen) verfassten darüber eine Studie. Das die Arbeit gefühlt 100 Seiten hat, fasse ich die wichtigsten Punkte zusammen:

  1. Es gibt immer einen Auslöser (mangelhafte(s) Dienstleistung / Produkt
  2. Fehlverhalten oft nur im Auge der Social Media Nutzer
  3. Unternehmen sind sich ihrer Fehler nicht bewusst
  4. Kombination mit schlechter Kommunikation>>>>>>>>SHITSTORM

Es sei imminent wichtig für die Unternehmen sich auf Augenhöhe mit den Nutzern zu duellieren. Ansonsten kann es ganz schnell dazu kommen, dass die vielen „kleinen“ User gegen das „große“ Unternehmen ankämpfen wollen, und diesen Krieg könne die Unternehmen in der Regel nicht gewinnen. Kühlen Kopf bewahren und auf sachlicher Ebene agumentieren, so oder so ähnlich lautet die Devise.

Quelle: Vestimmo

Doch haben diese Shitstorms gar keine Folgen für die Unternehmen? H&M zum Beispiel gibt es noch immer und man hat auch nie von einem finanziellen Einbruch gehört. Shitstorms können aber auf jeden Fall die Firma negativ beeinflussen.

Die Marke hat keine weiße Weste mehr und Kunden entscheiden sich für eine andere Marke. Diese verlorenen Kunden lassen sich jedoch schwer mittels Zahlen zeigen.

Die einst reine Weste wird nie mehr rein, das Internet vergisst nämlich nicht…

                                                                           Quelle: Spreadshirt

Fälle in denen eine Firma aufgrund eines Shitstorms in den Ruin  gestoßen wurde gab es bis jetzt noch nicht. Die Unternehmen wären jedoch gut beraten wenn sie es erst gar nicht zu einem Shitstorm kommen lassen, dann bleibt ihnen nämlich viel Ärger erspart.

 

Was Hosengrößen mit Shitstorms zu tun haben

Einen Shitstorm [ˈʃɪtstɔɹm] (zusammengesetzt aus englisch shit „Scheiße“ und storm „Sturm), oder mit schönen Worten ausgedrückt „collaborative
brand attack“, hat schon fast jedes größeres Unternehmen schon einmal durchleben müssen.
So auch Abercrombie & Fitch, als das Modelabel die Kleidergröße „size000“ auf den Markt brachte. Dies entspricht der Größe XXXS oder Hosengröße 28, welche nach den Abmessungen der Taille passend für sechs bis Achtjährige wäre. Die Größen XL und XXL existieren in der Frauenabteilung erst gar nicht, denn laut des ehemaligen Geschäftsführers Mike Jeffries sollen nur coole und schlanke Menschen seine Mode tragen.  Twitter-Nutzer machten ihrem Unmut unter dem Hashtag #size000 Platz.

Auch Comedian Ellen DeGeneres macht in ihrer Show darauf aufmerksam und mokiert sich über den Modekonzern, richtet aber auch ein ernstes Wort an ihre Zuschauer:

Hard Facts (für die ganz Interessierten)

Die Anlässe eines solchen Shitstorms können verschiedenen Ursprungs sein. Laut einer Studie von Professoren im Marketing- und Managementbereich können die Auslöser folgende sein:

  • unethisches Verhalten bei rechtlichen, ökologischen oder politischen Sachverhalten
  • Probleme im Hauptgeschäft – also in Qualität oder Kundenservice
  • Kommunikationsprobleme – also unprofessionelles Verhalten Seitens des Unternehmens
  • Kunden oder Angestellte können über Social Media eben nicht nur positive Beiträge teilen, sondern auch negative oder vertrauliche Informationen posten, welche viele weitere User erreichen und so zusätzlich weiterverbreitet werden

Die Folgen von „collaborative brand attacks“ können verheerend für das Unternehmen sein, welches in solch einen Sturm der Entrüstung geraten ist:

  • Der Ruf der Marke könnte dauerhaft geschädigt werden
  • Negative Beiträge und Ereignisse können auch Kunden ohne Social-Media-Accounts erreichen, da diese oft durch die klassischen Medien publiziert werden
  • Verlust von bestehenden oder potentiellen Kunden
  • (daraus resultierend) finanzielle Probleme

DOCH wenn das Unternehmen schnell und gut reagiert, dann kann es auch von einem Shitstorm profitieren!

Ja, wirklich.

Das Rauchen – eine kleine Geschichtsstunde

Selbst in Kinderspielen findet sich das Ritual wieder. Nach einem aufregenden Indianerkampf durch das wilde und gefährliche Dickicht des Wohnzimmers wird eine imaginäre Friedenspfeife angezündet und genüsslich in einem Tipi aus Bettdecken gepafft. Das Rauchen ist also fest verankert in unserer Gesellschaft. 

Auch wenn in den indianischen Pfeifen Nordamerikas meist Salbeiblätter oder Süßgras verbrannt wurde, ist das gezielte inhalieren von Rauch für viele noch immer eine Art Ritual, das sie gerne und oft durchführen. Und dies mag nicht allein an dem hohen

Quelle: Pixaby (Kordpace)

Abhängigkeitspotential von Nikotin liegen, sondern auch an dem positiven gesellschaftlichen Feedback. Man hat sofort Personen, denen man sich anschließen kann, wenn gefragt wird „Wer geht mit eine rauchen“ bzw. schnell neue Freunde wenn man jemandem mit einem Lächeln fragt ob er oder sie „eine Tschick schnorren will“.

Doch es gibt auch (zum Glück) negative Resonanzen auf den gesellschaftlich verhältnismäßig sehr tolerierten Tabakkonsum. Gefühlt setzten sich immer mehr Menschen öffentlich und aktiv für ein Rauchverbot ein und wollen dieser tickenden Zeitbombe in Form eines Glimmerstangerls nicht mehr ausgesetzt sein.

Tatsächlich wird das Rauchen aber schon genauso lange kritisiert wie es existiert. In London, dem damaligen europäischen Handelszentrum für Tabak wurden Anfang des 17. Jahrhundert die ersten Versuche unternommen, das Rauchen zu verbieten. Der damalige König bezeichnete es ebenfalls als „Unsitte“ und stritt die damalige Kategorisierung des Tabaks als Medikament ab.  Das Verbot geschah, indem die Einführungszölle um 4000% erhöht wurden. Weniger konsumiert wurde dadurch jedoch nicht. Die Zahl der königlichen Importe sank und somit auch die königlichen Einnahmen. Der Schmuggel nahm jedoch um ein Vielfaches zu und die Ware wurde stark gestreckt. 1608 wurden die Zölle wieder gesenkt und die Tabaksteuer zu einer bedeutenden königlichen Einnahmequelle. (Dies wäre eventuell ein frühes Beispiel die heutige Drogenpolitik zu überdenken, just saying).

Doch trotz der zahlreichen Verbotsversuche in der Geschichte hat sich der Tabak durchgesetzt und ein Raucher zählt zu keinem ungewohnten Bild, überall auf der Erde.

Quelle: Pixaby (WenPhotos)

Arbeiterinnen in Mexiko-City erfanden schließlich die Zigarette, indem sie die Tabakreste, die bei der Produktion übrigblieben, in Papier wickelten. Zu Beginn des 19. Jahrhundert kamen diese Papierröllchen nach Europa, wo sie sich schnell zu einem Statussymbol entwickelten.  Die von Freigeistern wurden Zigaretten verwendet, um sich von einfachen Bürgern zu unterscheiden und somit wurde schnell etwas Positives mit der Zigarette verbunden, nämlich Weltoffenheit und ein eleganter Lebensstil. Außerdem wurden nun Frauen als neue Tabakkundinnen erworben, die schlanke Form der Zigaretten passte zum damaligen Frauenbild und somit entwickelte sie sich auch unter der weiblichen Bevölkerung als Statussymbol von Emanzipation.

Die Ersten, die das Rauchen aufgrund von gesundheitsschädlichen Risken verboten hatten waren die Nationalsozialisten. Dies begründeten sie mit der geringeren Arbeitsleistung durch die Gefahren von Krankheiten. Gepaart wurde dies mit massiver Propaganda, leider nicht anders zu erwarten, gegen Juden und Schwarze.

In der Nachkriegszeit florierte der Zigarettenschmuggel jedoch wieder. Viele der Studien der Nazis verschwanden und die Maßnahmen wurden wieder aufgehoben. Rauchen war nun wieder cool.

In den 50er Jahren wurde das Rauchen am Steuer sogar medizinisch empfohlen, da es wachhielt und angeblich „Kraftfahrer unter Nikotineinfluss weniger zu alkoholischer Beeinträchtigung neigen“. Es wurde also tatsächlich empfohlen, wenn man betrunken ab Steuer fuhr, eine Zigarette zu rauchen, da dies die Konzentration fördere.

Das Rauchen behielt sein „cooles“ Image auch bis in die 80er Jahre. Fernsehaufnahmen aus dieser Zeit vermitteln ein Bild, dass quasi ein ständiges Rauchen aufweist. Es wurde überall und von jedem gequalmt. In Talkshows und in Filmen, durch Stars und Politiker. Die Fernsehwerbung war überhäuft von Zigarettenwerbung.

Erst der Tod durch Tabakkonsum vieler prominenter Persönlichkeiten führte zu einem Umdenken in der Gesellschaft. Als Beispiel hierfür wäre der Marlboro Cowboy Wayne McLaren aus der Werbung zu erwähnen.

Mittlerweile sind die schädlichen Auswirkungen des Rauchens keine Theorie mehr. Es ist bewiesen, das Rauchen gefährlich ist und jeder kennt irgendwen, der an den Folgen des Rauchens verstorben ist. Ein totales Verbot wäre vermutlich genauso sinnlos, wie damals im 17. Jahrhundert. Ein Rauchverbot in der Gastronomie wäre jedoch bestimmt ein Schritt, in eine gesundere Zukunft.

(Quelle)

So smoket der Big Apple

18 431 Unterschriften. Soviel fehlten Don`t Smoke auf 900 000. Man möchte meinen recht erfolgreich, erst 5 Volksbegehren hatten schließlich eine solche Zustimmung erreicht. Das hochangesetzte Ziel von 900 000 wurde ja quasi erreicht. Das sollte doch reichen, möchte man meinen, und das meinen alle. Außer die, bei denen es am wichtigsten wäre – die Regierung. Ganz ehrlich, das ist Haarspalterei , sich so konsequent der Wahrheit zu verwehren ist peinlich. Wie blamieren uns vor unseren Nachbarländern, allen EU Ländern und sogar jenseits des Atlantiks hat man das mit den smokefree laws schon begriffen. Wenngleich sich die genauen Regeln in den USA je nach Staat unterscheiden, ist der „smoker“ fast vollständig aus dem Öffentlichen Raum inklusive Gastronomie verbannt worden. In Kalifornien ist mittlerweile an allen Stränden das Rauchen verboten und in Ohio ist es Arbeitgebern nicht einmal erlaubt Aschenbecher aufzustellen.  In New York City ist der Erwerb gar erst mit 21 Jahren gestatten, was heißt, dass ich dort nicht einmal an Tschick käme. Wie wirkt sich das auf die Raucherkultur in NYC aus? Wie sehr unterscheidet sich der typischer Raucher von unserem?

Wie raucht New York? Ich mache mich auf den weg nach um es herauszufinden (eigenes Bild)

Ich möchte kein Heuchler sein, ich gönne mir auch hin und wieder eine Zigarette. Es ist mir trotzdem wichtig dabei niemanden zu beeinträchtigen. Ich rauche nicht, wenn mein gegenüber gerade isst, in Räumen frage ich für gewöhnlich anwesende Nichtraucher ob es sie stören würde, und ich rauche prinzipiell nicht vor Kindern. Nach einem ausgiebigem Abendessen jedoch komme ich zu einem Bier ganz gerne in den Genuss einer Zigarette.

Zuhause stünde hier einer Verdauungs-Tschick nichts im Wege (eigenes Bild)

Nicht so im Madison Square Park, in NYC ist das Rauchen in allen Parks verboten und das wird auch streng umgesetzt.

Entspannen im Park geht in New York nur ohne Zigarette (eigenes Bild)
Rauchfreie Gastronomie ist hier selbstverständlich, und das ist auch gut so (eigenes bild)

Im Prinzip bleibt den Rauchern nur die Straße und selbst dort muss darauf geachtet werden, dass man vor keinem Eingang steht. Oder man hat das Privileg eines privaten Balkons, gibt jedenfalls mehr her als sich gegen dreckige Hauswände zu lehnen.

Mit Abstand der beste Spot um hier eine zu Rauchen, wenn man die Möglichkeit dazu hat. (eigenes Bild)

Dafür, dass in dieser Stadt genauso viele Leben wie in ganz Österreich, gibt es verhältnismäßig wenige Raucher. Das wundert mich auch gar nicht, wenn man bedenkt, dass ein Packerl hier 17 Dollar kostet. Ich wutzel meine Tschick selber und ein halbes Packerl Tabak von daheim reicht bei mir alle mal. Normale Zigaretten könnte ich mir hier nicht leisten.

Die Preise sind astronomisch. (eigenes Bild)

Und was meinen die New Yorker selber? Von den wenigen Raucher die man auf der Straße sieht, bitte ich einen um ein Feuer, und komme ins Gespräch:

Cruz

Cruz findet den Nichtraucherschutz wichtig (eigenes Bild)

Schon mal ein Europäisches Packerl mit Schockbildern gesehen? Ich zeige ihm eines

lacht Ja ich habe schon davon gehört zeig mal her. Ich finde nicht, dass das  was bringt, die Leute wissen ja sowieso, dass rauchen tötet.

Cruz zeigt mir sein Packerl. Ohne Schockbild oder Warnung sehen die richtig fancy aus. (eigenes Bild)

In Österreich kann man in Lokalen immer noch rauchen, würdest du das hier auch gern dürfen?

Nein, ich finde das gut so. Vor allem in Lokalen, wo Essen serviert wird, haben Zigaretten nichts verloren. Ich persönlich rauche generell lieber im Freien.

In Österreich kann man bereits mit 16 Jahren Zigaretten kaufen, im Gegensatz zu hier. Sind die Raucher in New York prinzipiell älter?

Nein, ich denke es macht kaum einen Unterschied. Ich selbst habe zum Beispiel mit 13 begonnen. Man sieht auch wirklich viele Junge Leute mit diesen f****** Vapes herumlaufen. Das machen viele.

Danke, für deine Zeit.

Sehr gerne, habe noch einen schönen Tag.

 

Die Vapes, die Cruz anspricht, sind in der Tat sehr verbreitet. Und damit meint er nicht diese großen Dampfer, mit denen bei uns so manche ihre ganze Umgebung einnebeln, sondern einen sogenannten Juul.

Juul ist das Thing in den Staaten (eigenes Bild)

Als Zigarettenersatz gedacht, ist das Gerät nicht größer als ein USB Stick, und muss mit Pods gefüllt werden, die man mittlerweile überall kaufen kann.

Nikotin mit Mango Geschmack (eigenes Bild)

Ich probiere den Juul eines Freundes und finde recht schnell Gefallen daran. Es schmeckt gut, ist recht smooth zum Ziehen, und entfaltet eine angenehme Wirkung. Man kann den Hype hier schon irgendwie nachvollziehen. Glücklicherweise ist der Juul bei uns nicht erhältlich.

Sarah

Sarah möchte nur von hinten fotografiert werden (eigenes Bild)

Findest du 18 Dollar für ein Packerl viel?

Ja, oh mein Gott, in Boston kostet ein Packerl 6 Dollar. Aber das ist New York, das ganze Leben hier ist teuer. Ich rauche, sowieso die Zigaretten aus Korea, die mir die Verwandten mitnehmen. lacht und zeigt es mir – es hat ebenfalls ein Schockbild darauf

Denkst du, die Bilder bringen was?

Nein, also bei mir nicht.

Wie stehst du zur Rauchfreien Gastronomie?

Das ist für mich selbstverständlich, ich bin froh darüber.

Danke.

Bitte, mach`s gut.

 

Nach meinen fünf Tagen hier kann ich sagen, dass sich die New Yorker Raucherkultur stark von der unseren unterscheidet. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, ist zwar einiges Möglich, jedoch nicht nach Lust und Laune zu qualmen. Es gibt hier kein Recht auf uneingeschränkten Nikotingenuss, vielmehr haben hier alle Nichtraucher das Recht auf eine unschädliche Umgebung. Auch wenn in den USA einiges fragwürdig abläuft. In Sachen Nichtraucherschutz könnte sich unsere Regierung da einige Scheiben abschneiden.

veröffentlicht 6.Nov 13:34 GMT-5